„Nie wieder!“ – Zum Auschwitz-Gedenktag
Am 27. Januar gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Dieser Tag erinnert uns an eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte und an das unermessliche Leid von Millionen von Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden.
Der Auschwitz-Überlebende und Schriftsteller Primo Levi mahnte eindringlich:
„Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.“
Dieses Zitat macht deutlich, dass Erinnerung nicht bei der Vergangenheit stehen bleiben darf. Sie ist eine Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft.
Gerade heute, in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung wieder zunehmen, ist es wichtiger denn je, wachsam zu sein und Haltung zu zeigen. Die Geschichte lehrt uns, wohin Gleichgültigkeit, Wegsehen und Schweigen führen können.
Dass diese Auseinandersetzung auch für euch SchülerInnen von großer Bedeutung ist, zeigt die Arbeit von Yannek (Klasse 9a), der sich im Rahmen einer GFS intensiv mit der Frage „Was war Auschwitz und wie entstand es?“ beschäftigt hat. Auf die Frage nach seiner Motivation sagt er:
„Das Thema Zweiter Weltkrieg und insbesondere Auschwitz hat mich schon immer sehr interessiert. Ich hatte schon vieles darüber gehört, konnte mir jedoch die Kriegsverbrechen nie richtig vorstellen. Daher habe ich mich entschieden, dieses Thema in meiner GFS zu wählen.“
Zur Bedeutung des Gedenktages am 27. Januar betont Yannek außerdem:
„Meiner Meinung nach ist es wichtig, den Gedenktag an die Opfer des NS-Regimes jedes Jahr am 27. Januar zu begehen, da im Zweiten Weltkrieg so viele Menschen und vor allem Juden auf die brutalste Art und Weise von den SS-Leuten getötet wurden. Außerdem ist der Gedenktag sehr wichtig, da die Ereignisse, die im Zweiten Weltkrieg geschehen sind, auf keinen Fall in Vergessenheit geraten dürfen.“
Als Schulgemeinschaft tragen wir dabei eine besondere Verantwortung. Schule ist ein Ort des Lernens, des Miteinanders und der Wertevermittlung. Erinnerungskultur lebt davon, Geschichte nicht abstrakt zu betrachten, sondern sie greifbar und erfahrbar zu machen – auch im lokalen Kontext.
In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass vom 4. bis 11. Februar die von OberstufenschülerInnen des Markgräfler Gymnasiums Müllheim (MGM) gestaltete Ausstellung „Müllheim im Nationalsozialismus“ bei uns am KGN zu Gast sein wird.
Der Auschwitz-Gedenktag mahnt uns, dass „Nie wieder“ kein leeres Versprechen sein darf, sondern ein gemeinsamer Auftrag. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass Ausgrenzung und Gewalt keinen Platz haben – durch Aufmerksamkeit, Zivilcourage und Mitmenschlichkeit im Alltag.
Lasst uns diesen Gedenktag und die begleitende Ausstellung als Anlass nutzen, innezuhalten, zu erinnern und unsere Verantwortung ernst zu nehmen – heute und jeden Tag.

Freiheit und Demokratie sind keine Selbstläufer – sie müssen immer wieder neu verteidigt werden. Gerade in unserer Zeit ist es wichtig, an jene Menschen zu erinnern, die im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte den Mut hatten, Widerstand zu leisten.

Der Neuenburger Jugendrat hatte in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinder- und Jugendbüro 2020 die Idee zum Neuenburger Schülerfotowettbewerb. Diese Aktion sollte Schülerinnen und Schüler aller Neuenburger Schulen die Möglichkeit geben, sich in Zeiten der Pandemie von zu Hause aus kreativ einbringen zu können.

