Ausstellung über Widerstandskämpfer Julius Leber am KGN
Freiheit und Demokratie sind keine Selbstläufer – sie müssen immer wieder neu verteidigt werden. Gerade in unserer Zeit ist es wichtig, an jene Menschen zu erinnern, die im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte den Mut hatten, Widerstand zu leisten.
Vom 5. bis 7. November ist am Kreisgymnasium Neuenburg eine zweisprachige Ausstellung (deutsch/französisch) über das Leben und Wirken des deutsch-elsässischen Widerstandskämpfers Julius Leber zu sehen. Sie lädt Schülerinnen und Schüler ebenso wie interessierte Gäste dazu ein, sich mit einem Mann auseinanderzusetzen, der unbeirrbar für Freiheit, Gerechtigkeit und ein friedliches Europa eintrat.
Schon früh stellte sich Julius Leber gegen die Machtergreifung Hitlers. Bereits 1930 wurde er von SA-Schergen mit dem Tod bedroht. Trotz wiederholter Gefängnis- und KZ-Aufenthalte blieb sein Wille zum Widerstand ungebrochen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten – darunter Claus Schenk Graf von Stauffenberg – arbeitete er am Sturz des NS-Regimes. Noch vor dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Julius Leber verhaftet, vom berüchtigten „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und wenige Monate vor Kriegsende hingerichtet.
Seine enge Verbundenheit mit seiner elsässischen Heimat blieb zeitlebens bestehen. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm er die badische Staatsangehörigkeit an, setzte sich jedoch früh für ein geeintes Europa ohne Grenzen ein – eine Vision, die heute aktueller denn je erscheint.
Die Ausstellung erinnert an Julius Lebers Mut und Haltung – und daran, dass Freiheit und Demokratie Werte sind, für die es sich immer zu engagieren lohnt.









