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„Leben – Das war’s!?“ – Endlich wieder Theater am KGN

Wie lebe ich richtig? Bin ich nur das Ergebnis meines Umfeldes oder ist mein Umfeld das Ergebnis von mir? Kann man sein Leben nach gut und schlecht bewerten? Welche Rolle spiele ich überhaupt in meinem eigenen Leben?

Diese Fragen haben uns im vergangenen Jahr im Literatur-und-Theater-Unterricht an unserer Schule beschäftigt. Wir haben versucht, sie in unserem selbstgeschriebenen Stück zu behandeln und manchmal auch eine Antwort darauf gefunden. Das Ergebnis ist ein ganzes Leben. Mit allem, was dahinter steckt: Höhen und Tiefen, viele Hürden, die mehr oder weniger gut gemeistert werden … doch am wichtigsten: die Selbstfindung und das Entwickeln eines Selbstbewusstseins. Und am Ende die Frage: „War’s das jetzt?“

Obwohl die Geschichte frei erfunden ist, sind wir der Meinung, dass für jede Altersgruppe etwas dabei war ….

Für den Literatur- und Theaterkurs war es nach Videoproben, Präsenz-Unterricht mit und ohne Masken unklar, ob wir überhaupt auftreten können. Dass es nun dennoch trotz allem so geklappt hat und über 100 Zuschauer in der Aula saßen, war für alle, die da sein konnten, eine riesen Freude und große Belohnung nach den vielen Vorbereitungen und offenen Fragen. Eine tolle Leistung der gesamten Gruppe, die an diesem Sommerabend noch über sich selbst hinaus gewachsen ist!

Susanne Krummrich

Poetry Slam: Was bedeutet Reisen

Abenteuer, Party, Bildung, Erholung, Selbstfindung – Reisen kann viele Gesichter haben. Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Deutsch (K1) haben Texte geschrieben, in denen sie der Frage nachgehen, was Reisen für sie bedeutet, und diese Texte als „Poetry Slam Podcasts“ aufgenommen.

Schüler:innen der 10b schreiben Short Stories

Kunstprojekt in der 5c

Seit ca 12 Jahren praktizieren wir am KGN das Lions Quest Programm „Erwachsen Werden“ in den Klassenstufen 5 – 8, welches nachweislich soziale Lebenskompetenzen (sogenannte life skills) in unseren SchülerInnen stärkt: vor allem die Selbstsicherheit, Toleranz und Respekt, Kooperation, sowie die Akzeptanz anderer Kulturen.

Viele unserer Kollegen und Kolleginnen haben sich in der Methodik des Programms weiter gebildet und wir sind der Meinung, dass dieses Programm die Klassengemeinschaft stärkt, da es zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten beiträgt. (Eine Evaluationsstudie der Pädagogischen Hochschule Freiburg zu „Erwachsen werden“ bestätigt die Wirksamkeit des Programms.)

Vornehmlich in den Klassenlehrerstunden wird diese Methodik angewendet, doch darüber hinaus versuchen wir auch in anderen Fächern, auf bestimmte skills bewusst zu zuarbeiten.

So entstanden im Kunstunterricht der 5c zum Beispiel wunderbare Selbstporträts, die zum Teil viel von den SchülerInnen forderten. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen Gesicht bietet den SchülerInnen die Chance, sich selber differenzierter wahrzunehmen und ihre Gefühle und Gedanken, Wünsche und Hoffnungen zu ergründen und der Außenwelt künstlerisch mitzuteilen. Es kann so zu einem selbstbewussteren Umgang mit dem eigenen Ich und der Außenwelt führen.

 

Doppelgänger in der 5A gesichtet

Die SchülerInnen der Klasse 5a haben in den letzten Wochen im BK-Unterricht fleißig geschnitten, gemalt und geklebt und die entstandenen Doppelgänger aus Pappe können sich sehen lassen. Im Klassenzimmer hingesetzt sieht es fast so aus, als hätten wir endlich wieder Unterricht ohne Masken. Uns so ein Doppelgänger wäre praktisch und eine Erleichterung im neuen Schulumfeld. Aber auch ohne Doppelgänger sind die 5. Klassen am KGN gut angekommen.

Susanne Krummrich

Kunstprojekt Klasse 5q

Ein Hund in der Schule – Hundebesuch in der 5b

Am Mittwoch den 25. November hat uns der Hund unsere Biologielehrerin Frau Wolf in der Schule besucht. Die Tochter von Frau Wolf hat Raudi (einen saufarbenen Rauhaardackel) gebracht. Die ganze Klasse freute sich über Raudis Besuch.Wir gingen mit Frau Wolf raus auf den Pausenhof, wo Raudi schon wartete.Frau Wolf begrüsste ihren Raudi und dann machten wir ein Foto mit ihm.

Raudi der an der Leine war, zeigte sein Gebiss nur ungern, da er dachte, seine Frauchen putzt ihm gleich die Zähne. Die Wirbelsäule von Raudi hat Frau Wolf auch gleich gezeigt. Kurz darauf gingen wir alle mit Raudi in den Innenhof, damit er ohne Leine rennen konnte. Frau Wolf wollte uns zeigen, wie ein Hund beim Rennen sein Wirbelsäule bewegt und warf Raudi sein Spielzeug.

Er sprang zu seinem Spielzeug und brachte es Frau Wolf zurück. Wir konnten beobachten, wie die Beine vom Hund beim Rennen aussehen. Um uns Kindern zu zeigen, dass Hunde einen sehr guten Geruchssinn besitzen, dafür aber leider nicht so gut sehen können, hat Frau Wolf im Innenhof Leckerlis verteilt, wo Raudi jedes einzelne Leckerli erschnüffelt und verspeist hat.

Die Kinder aus der Klasse 5b hatten eine sehr schöne Bio Stunde. An Raudi konnten wir den Gang, das Gebiss, die Wirbelsäule und den Geruchssinn live erleben. Vielen Dank dafür Frau Wolf.

Nele 5b


Wir nehmen zur Zeit das Thema Hund im Biologieunterricht durch. Am 25.11.2020 besuchte uns der Hund von Frau Wolf im Unterricht. Er heißt Raudi und ist ein Rauhaardackel. Raudi ist braun-schwarz und hat dunkelbraune Augen. Frau Wolf zeigte uns seinen Impfpass und erklärte welche Impfungen ein Hund haben muss, z.B. Tollwut und Katzenseuche. Sie zeigte uns außerdem Raudis Zähne und erklärte wie die Zähne heißen. Frau Wolf erklärte uns das Raudi auf den Zehen läuft. Wir durften Raudi streicheln. Frau Wolf zeigte uns wie sie mit Raudi spielt und zwar: Sie hat einen Futterbeutel, der mit Leckerlis gefüllt ist. Den wirft sie weg und Raudi holt es zurück. Er schüttelt ihn,  als ob es seine Beute ist. Hunde schütteln ihre Beute damit die Knochen brechen. Es war toll, dass Raudi uns besucht hat. Wir haben viel gelernt, es war supercool.

Anna 5b

Klasse 9b erstellt im Englisch-Unterricht eigene Videos

Spätestens seit Rezos politischem Paukenschlag-Video ist klar, dass das Veröffentlichen eines Videos auf YouTube Teil der gesellschaftlichen Diskussion um aktuelle Themen sein kann – und dass auch junge Menschen damit die direkte und ungefilterte Möglichkeit haben, an dieser Diskussion teilzunehmen. Mit Plattformen wie YouTube ergibt sich die Chance, ohne den Filter von Redaktionen potentiell viele Menschen mit einer Botschaft zu erreichen – und natürlich ergibt sich daraus auch eine große Verantwortung.

Da erscheint es sinnvoll, dass man auch in der Schule über diese Dinge spricht: Wie macht man Videos? Wie kommt man von einer Idee zu einem online verfügbaren Produkt? Was muss man beachten bezüglich Sachlichkeit, Urheberrecht und Verantwortung?

Diese und andere Aspekte haben die Schüler/innen der 9b im Englisch-Unterricht bei Herrn Kalt in den vergangenen Wochen besprochen und gelernt. Sie haben zum Schulbuchthema Australien verschiedene aktuelle Fragen erarbeitet und dazu jeweils in Gruppen Videos erstellt – auf Englisch natürlich. Von der Recherche über die Planung der Struktur und die Erstellung die veranschaulichenden Materialien bis hin zum Filmen der eigentlichen Clips und der Erstellung aussagekräftiger Titel und Beschreibungen floss eine Menge Arbeit und Herzblut in das Projekt.

Ergebnisse

Die Ergebnisse können sich sehen lassen und sind seit wenigen Tagen online verfügbar.

 

Werke aus dem Kunstunterricht der 6a

Hey! Wir hatten erstmal mit leuchtenden Acrylfarben experimentiert. Das sind tolle Farbformen entstanden, indem wir eine bewegliche Plastikplatte auf die aufgekleckste Farbe drückten. Es waren plötzlich von Adern durchwachsene Farbflächen, die uns an Pflanzen, lebende Organismen erinnerten. Ihr glaubt es vielleicht nicht, aber die Zerstörung der Umwelt und das Abbrennen der Wälder beschäftigt uns. Die Motive der Zerstörung haben wir mit Kohle in diese bunten Flächen hineingemalt. Es sollten Bilder des Protest gegen die Zerstörung werden, Mahnmale gegen die Zerstörung des Regenwaldes, zu welcher wir mit unserem Konsum beitragen.

Zum Menschenrechtstag installierten wir halb abgebrannte Baumstämme in der Aula, die unseren Bildern einen nachhaltigen Ausdruck verliehen. Beim Weihnachtsmarkt stolperten manche über das abgebrannte Holz und auch manche Bilder litten, der Boden war von Kohlestaub überzogen.

Da erst war unser Kunstwerk perfekt.

Eure Schüler und Schülerinnen der 6a

Und dennoch träumen wir weiter, und diese Bilder von unseren Träumen und Wünschen in den Umrissen unserer Gestalt sind Teil dieses Projektes.

Als wir dann am frühen Morgen des letzten Schultags mit den Holzstämme ein Lagerfeuer im Schulgarten veranstalteten und Stockbrot grillten, waren wir wieder ganz bei uns.

Fotos zum Artikel

Neigungskurs Geographie unterstützt fridays for future-Bewegung mit Onlinerecherche und Linkliste

Der Neigungskurs hat sich im Rahmen des Unterrichts mit umsetzbaren Lösungsansätzen zum Klimaschutz beschäftigt und mehrere Schüler/innen haben an den Freitagsdemos in Freiburg und Neuenburg teilgenommen.

Um die Zeit zwischen den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen sinnvoll zu füllen, haben wir eine Online-Recherche zu aktuellen vielversprechenden klimapolitischen Veröffentlichungen durchgeführt und das Ergebnis, eine Linkliste zum Klimaschutz, an Luisa Neubauer (Klimaaktivistin und Geographiestudentin in Göttingen) geschickt. Dazu gab es ein Interview mit Frau Geiger von der Badischen Zeitung.

Ergebnis der Recherche: Linkliste zum Klimaschutz

Linkliste zum Thema Klimaschutz

Chemiekurs gestaltet Chemieschaukasten

Der vierstündige Chemiekurs hat das gesamte Schuljahr den Schaukasten vor der Chemie mit interessanten Themen sehr anschaulich gestaltet. Gestartet wurde mit der Alchemie, gefolgt von Salz, dem „weißen Gold“. Dabei wurden auch jahreszeitliche Themen aufgegriffen. So gab es Informationen zu Weihnachtsbäckerei, Silvesterfeuerwerk, Farbstoffen, Eierfärben und den aktuellen Themen Handyrecycling und Kunststoffe.

Ein großes Dankeschön für die kreativen Ideen!

 

Neigungskurs BK in Basel bei Picasso

Am 3. April war der Neigungskurs BK  bei der Fondation Beyeler in Riehen, Basel, zu Besuch. Die Fondation hat in ihrem minimalistischen, von der Natur umgebenen und vom berühmten Architekt Renzo Piano entworfenen Gebäude eine besondere Ausstellung anzubieten: “Der junge Picasso, Blaue und Rosa Periode”. Wie der Name schon sagt, bei dieser Ausstellung hatte der Neigungskurs BK KS1 die Gelegenheit, den weltbekannten Künstler näher kennen zu lernen. Durch diesen künstlerischen Spaziergang von seiner Jugend bis zu seinem Alter ist in seinen Werken eine große Entwicklung zu sehen. Von der Blauen Periode, welche sein Leiden wegen des Todes seines besten Freundes widerspiegelt, bis zur Rosa Periode. Nach dieser hat seine Kunst sich so vielfältig entwickelt, dass man nicht glaubt, all die ausgestellten Bilder seien vom gleichen Künstler gemalt. Das liegt auch daran, dass Picasso sich oft von anderen Künstlern inspirieren ließ, z.B. von van Gogh, El Greco, Toulouse-Lautrec usw.

Dies und noch weiteres war nicht nur bei der Betrachtung einiger der schönsten und emotionalsten Picassos zu entdecken, sondern dazu dienten auch ein Film und multimediale Bücher, durch welche man auf eine interaktive Art und Weise direkt in Kontakt mit Picassos Welt treten konnte. Obwohl das Wetter nicht so schön und das Fotografierien nicht immer möglich war, hatten wir insgesamt eine interessante und angenehme Exkursion.

Unser besonderer Dank gilt dem Förderverein unserer Schule, der es mit einer großzügigen Unterstützung ermöglichte, dass wir diese Ausstellung besuchen konnten!

Maria Lastella, KS1a

Ein Hund zu Besuch im Unterricht der 5b

Herr Pollmann kam mit seinem Hund, einem Podenco-Mischling, zu uns in den BNT-Unterricht. Wir schauten uns den Hund genau an. Der Hund war mittelgroß und hatte ein kurzes gold-braunes Fell. Er hatte spitze Ohren und eine spitze Schnauze. Sein Name war Bunny.

Er war sehr zutraulich und neugierig, ist durchs Klassenzimmer gelaufen und hat an uns geschnüffelt. Bei ein paar Schülern hat Bunny gerochen, dass sie auch einen Hund zuhause haben. Man konnte es Bunny ansehen, dass er es sehr mag, wenn man ihn streichelt.

Wenn Herr Pollmann „gib laut“ sagte, fing Bunny an zu bellen. Er hörte auch noch auf die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Pfote“. Herr Pollmann hatte eine paar Stücke Mandarine, Trockenfutter und etwas Fleisch hingelegt. Zuerst hat Bunny das Trockenfutter und dann das Fleisch gegessen. Die Mandarine hat er nicht probiert. Wahrscheinlich deshalb, weil der Geruch der Mandarine neu für ihn war.

Dann habe wir noch darüber gesprochen wie ein Hund trinkt und haben uns darüber auch einen Film angeschaut. Er formt seine Zunge zu einer Schaufel und löffelt so das Wasser in sein Maul.

 Am Ende hatten wir die Idee, dass das KGN sich doch einen Schulhund anschaffen könnte.

Redaktion: Muriel aus der 5b

Hundebesuch in der Klasse

Binationales Kunstprojekt zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges

Klasse 9b und eine Klasse aus Mulhouse gestalten am Hartmannwiller Kopf ein Kunstprojekt zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges. 

„Es sind Momente der größten Aufregung, die Franzosen werfen ebenfalls Handgranaten in Massen, (…) Wie lange dieser Nahkampf dauert, ist mir unmöglich zu sagen, es schien uns, als wolle er gar kein Ende nehmen.“
(Franz Blumenfeld, 11.5.1915)

Mit solchen Auszügen aus Briefen von Soldaten im Kopf, die monatelang eingeschlossen waren, besuchten wir, die 9b, gemeinsam mit einer Klasse vom Collège Kennedy an einem sonnigen Tag das Schlachtfeld am Hartmannsweiler Kopf. Während wir an dem Massengrab vorbei, durch die noch gut erhaltenen Schützengräben krochen, versuchten wir uns die Lage der Soldaten von damals zu vergegenwärtigen. An manchen Stellen dieses grausamen Ortes scheint die Zeit eingefroren zu sein: Reste von Eisenpfählen ragen aus der Erde hervor, alter Stacheldraht liegt herum. Der zerstörte Wald ist wieder gewachsen und die Vegetation hat den Platz wieder eingenommen. Und durch dieses Gestrüpp hindurch versuche ich, in mir ein Gefühl wach zu rufen vom Schmerz, den Qualen, die hier erlitten wurden.

Kunstprojekt Deutsch-Französische Freundschaft

„Je t‘écris pour te dire que je ne reviendrai pas de la guerre. S‘il te plaît, ne pleure pas, sois forte. Le dernier assaud m‘a coûté mon pied gauche et ma blessure s‘est infectée. Quand cette lettre te parviendra, je serai peut-être déjà mort. …“
(„Ich schreibe dir, um dir zu sagen, dass ich aus diesem Krieg nicht zurückkehren werde. Bitte, weine nicht, sei stark. Der letzte Angriff hat mir den linken Fuß gekostet und die Wunde hat sich infiziert. Wenn dich dieser Brief erreicht, werde ich vielleicht schon tot sein.“,
Charles Guinant, 18.3.1916).

Es ist schwer, sich diese Bilder vom Schrecken in Erinnerung zu rufen, denn der Ort ist schön, man hat eine herrliche Aussicht, bis hinüber zu den Alpen bei diesem Wetter. Und wir albern herum. Mit den Franzosen ist es schwierig, ins Gespräch zu kommen, im Bus wurden wir zwangsweise nebeneinander gesetzt.

„Le silence se prolonge. Je parle, il faut que je parle: Camarade, je ne voulais pas te tuer. Je ne le ferais plus, à condition que toi aussi, tu sois raisonnable.“
(Die Stille hält an. Ich spreche, ich muss sprechen: Kamerad, ich wollte dich nicht töten, ich würde es nicht nochmal machen, unter der Bedingung, dass du auch vernünftig bist .“, aus: „A l‘Ouest rien de nouveau“, Erich Maria Remarque).

Kunstprojekt Deutsch-Französische Freundschaft

Im Bus müssen wir etwas sagen, doch sie reden so schnell untereinander Französisch. „Ich glaube, sie haben uns gerade beleidigt! C‘est incroyable! Ces connards!“ Herr Herbers versteht sich immerhin gut mit den französischen Kollegen und findet die soziale Zusammensetzung der französischen Klasse ganz interessant.

„Eines drückt mich von Tag zu Tag. Ich fürchte mich so vor der inneren Verrohung. Wenn du mir eine kugelsichere Weste wünschst, so ist das lieb von dir, aber merkwürdigerweise hab‘ ich gar keine Angst vor allen Kugeln und Granaten, sondern nur vor dieser inneren Vereinsamung. Ich fürchte, meinen Glauben an die Menschen zu verlieren, an mich selbst, an alles Gute in der Welt! … das ist viel schwerer als den unglaublich rohen Ton zu ertragen, der zwischen den Leuten hier herrscht.“ (Franz Blumenfeld, 14.10.1914)

Wir müssen jetzt zusammenarbeiten dans des groupes franco-allemands. Ah, non! Aber es geht, plötzlich läuft es, wir haben Ideen… drei Streetart-Künstler aus Paris und Berlin unterstützen uns. Die sind cool. Sie zeigen uns, wie man mit der Spraydose umgeht, und Bilder in mehreren Schichten anlegt. Wir denken nach über den Frieden, den Krieg, das Elend, die Hoffnung und die Freiheit, und merken gar nicht, wie frei wir dabei sind. Es entstehen ein paar interessante Motive und Landschaften. Noch zwei Male treffen wir uns am KGN und sprühen im Innenhof.

Und dann, am 9. November, ist die große Vernissage oben in dem neuen Museum am Hartmannsweiler Kopf. Macron erscheint leider nicht. Aber wir halten eine gute Rede. Frau Calderon lobt uns. Wir sind froh. Auf dem Rückweg, sitzen wir wieder mit unseren französischen Partnern im Bus, diesmal nicht nebeneinander, klar getrennt, wir hinten mit unserer Musik und die vorne. Niemand denkt mehr an die Kriegsweihnacht von 1917, die von deutschen und französischen Soldaten auch da oben am Hartmannsweiler Kopf gemeinsam gefeiert wurde. Für einen Moment lang ruhten die Waffen. Es war still im Wald. Ab und zu hörte man ein paar Männer lachen. Ein Lachen. Dann wieder Stille.

Unsere gemeinsamen Bilder werden nun durch halb Frankreich reisen und ausgestellt, und dann kommen sie nach Deutschland, hoffentlich auch zurück an unsere Schule, wo sie entstanden sind. „Vive la relation franco-allemande! C‘était sympa!“

Kunstprojekt Deutsch-Französische Freundschaft

Bist du ein Supertaster?

Chicorée, dunkle Schokolade oder Kaffee sind für die einen ein Genuss, für andere einfach nur bitter und somit ungenießbar. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über den Genotyp, die genetische Ausstattung, nicht. Bist du also ein Supertaster? Ein Besuch bei Novartis brachte den Kursstufenschülerinnen und -schülern des Neigungsfachs Biologie die Antwort und einen Einblick in wichtige Arbeitsweisen der Biologie. 

Kaum hatte das Schuljahr begonnen, ging es bei bestem Wetter mit dem Zug auf eine erste Exkursion nach Basel zum Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis. Nach einer kurzen Begrüßung an der Pforte und mit Gästeausweisen bestückt,   durften wir auf das Werksgelände. Das Unternehmen hat dort ein eigens eingerichtetes Schülerlabor, das von unserer großen Gruppe mit 24 Schülerinnen und Schülern bis auf den letzten Platz belegt war.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Nachwuchsbiologen in einem ersten Praxisblock ihre genomische DNA aus ihren Mundschleimhautzellen extrahieren. Besonders Spaß machte hier das Arbeiten mit der Eppendorf-Pipette, die unfassbar kleine Mengen von 0.001 ml per Knopfdruck aufnimmt und wieder entlässt – was allerdings etwas Übung bedarf. Oder der Vortex-Mischer, der Flüssigkeiten auch in dieser Größenordnung entspannt schüttelt, rüttelt und vermischt. Das Arbeiten mit so kleinen Mengen und das saubere Durchführen der Arbeitsschritte hat den Schülerinnen und Schülern vollste Konzentration abverlangt. Falls doch mal Fragen auftauchten, war schnell einer der Betreuer zur Stelle, sodass jeder am Ende seine DNA aufgeschlossen hatte.

Im zweiten Praxisblock wurde aus nur einem gewonnen DNA-Molekül ein gezielter Abschnitt darin mittels Polymerase Kettenreaktion in 90 Minuten auf 35 Milliarden kopiert. Genug Zeit für ein Mittagessen, während im Labor die Maschine kopiert.

Unser kopierter Abschnitt hat den Namen TAS2R39 und stellt die Bauanleitung für einen von 25-30 chemischen Empfängern (Rezeptor) von Bitterstoffen auf der Zunge dar. Personen, die diesen Rezeptor nicht haben, können eine Facette des Geschmacks Bitter nicht schmecken. Besitzen wir die Bauanleitung für den Rezeptor von beiden Elternteilen, so sind wir Supertaster, wir haben nämlich viele der Rezeptoren auf der Zunge.

Aber wie macht man etwas in der DNA sichtbar, das viel zu klein ist um es sehen zu können? Man kopiert die DNA bis eine ausreichende Menge entsteht, schneidet mit molekularen Scheren (Enzymen) die DNA in Stücke, trennt das Gemisch auf und betrachtet es unter Fluoreszenzlicht. Und so brachte der zweite Praxisblock Gewissheit über unseren Genotyp. In einem Selbstversuch konnte dies nun mit einer Geschmacksprobe überprüft werden.

Mit vielen Einblicken zum Arbeiten im Labor und bei manchem Teilnehmer mit einem bitteren Geschmack auf der Zunge ging es schließlich zurück ans KGN.

Ein goldener Ausblick – dank Astronomie

Wer den Astronomie-Kurs besucht, der wird zum Glück um eine Sache nicht drum herumkommen, denn das ist etwas Atemberaubendes. Die Rede ist davon, selbst mit einem Teleskop in den Nachthimmel zu schauen und sich auf die Jagd nach Himmelskörpern zu begeben. Einige Tage nach der Exkursion zum Haus der Astronomie und zum Max-Planck-Institut in Heidelberg, spielte das Wetter mit, um mit dem Astronomie-Kurs dieses Unterfangen anzugehen.

Bei Sonnenuntergang trafen wir uns bei der Schule und bauten im Innenhof die Teleskope auf. Jeder erkannte sofort, dank des Astronomieunterrichts, mindestens ein paar Sternbilder am nächtlichen Himmel und konnte die Lage von Planten unseres Sonnensystems, z.B. der Venus, einordnen. Uns bot sich ein wunderschöner Blick auf den Mond und auf ein Ereignis, welches sich nur an einem Abend im Monat abspielt. Auf dem Mond gibt es ein Gebirge, dass an einem Abend, 10-11 Tage nach Neumond, sich genau an der Tag-und-Nachtgrenze auf der Nachtseite des Mondes befindet. Seine Bergspitzen sind jedoch hoch genug, um bereits von der Sonne angestrahlt zu werden, so dass ein heller Bogen auf der Nachtseite des Mondes zu sehen ist: „Der goldene Henkel”. Ein schönes Foto davon haben wir durch das Teleskop mit dem Smartphone gemacht (der goldener Henkel ist der helle Bogen links oben).

Mond am Nachthimmel

Außerdem beobachteten wir den Jupiter mit seinen vier großen galileischen Monden Ganymed, Europa, Io und Kallisto. Am meisten Begeisterung schaffte bei uns allerdings der Planet Saturn mit seinen Ringen, den wir am Ende der Beobachtungen bewundern konnten.

Wer die Möglichkeit besitzt, selbst einmal mit dem Teleskop in den Nachthimmel zu schauen, dem können wir vom Astronomie-Kurs dies nur wärmstens empfehlen. Wir freuen uns schon auf die nächste Beobachtungsnacht.