Heiße Köpfe für das Klima – Die Weltklimakonferenz COP30 am KGN
Am Freitag, den 19. Juni fand von der 1. bis zur 6. Stunde für die Geographie-Leistungskurse der KS1 und KS2 sowie den Wirtschafts-Leistungskurs der KS1 ein Planspiel zur Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém statt. Die hochsommerlichen Temperaturen sorgten dabei für eine authentische Atmosphäre. Der Bemerkung, dass das Klassenzimmer der Konferenz der heißeste Raum der Schule sei, konterte ein Schüler treffend: „Hier ist auch eine heiße Debatte am Laufen.“
Nach einer Einführung in die Ursachen und Folgen des Klimawandels beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit dem Weltverteilungsspiel. Dabei wurden die Weltbevölkerung, das Bruttonationaleinkommen und die CO₂-Emissionen auf die verschiedenen Kontinente verteilt. Die teils überraschenden Ergebnisse lieferten bereits erste Anstöße für intensive Diskussionen über globale Verantwortung und Klimagerechtigkeit.
Anschließend begann das eigentliche Planspiel. Die Delegationen – darunter China, Indien, die Europäische Union, die Industrienationen, der Globale Süden, Klima-NGOs und die fossile Lobby – bereiteten sich zunächst individuell auf die Verhandlungen vor. Nach einer Traumreise ins brasilianische Belém und der feierlichen Eröffnung der Konferenz mit dem Erheben zur UN-Hymne startete die Konferenz mit den Reden der verschiedenen Delegationen.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen die nationalen Klimaschutzzusagen sowie der internationale Klimafonds mit einem Volumen von 300 Milliarden US-Dollar. Nach einer ersten informellen Verhandlungsphase wurden Forderungen und Angebote zwischen den Staaten ausgetauscht und der Klimafonds angepasst. In einer weiteren Verhandlungsrunde, die die Gemüter zunehmend erhitzte, wurden Kompromisse gesucht und neue Bündnisse geschmiedet.
Schließlich präsentierten die Delegationen dem Vorsitz der Vereinten Nationen ihre Einigung mit finalen Anpassungen beim Klimafonds und bei den Klimaschutzmaßnahmen, etwa zur Reduktion von Emissionen und zur Förderung der Aufforstung. Sämtliche Zusagen wurden in Echtzeit mit dem Simulationsmodell C-ROADS ausgewertet, sodass unmittelbar sichtbar wurde, welche Auswirkungen die Vereinbarungen auf den globalen Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 hätten.

Positiv war, dass der Klimafonds erfolgreich gefüllt werden konnte. Allerdings reichten die auch die ambitionierten vereinbarten Maßnahmen nicht aus, um die Erderwärmung auf unter 2 °C oder gar auf das angestrebte 1,5-°C-Ziel des Paris-Abkommens zu begrenzen. Die Simulation ergab einen Temperaturanstieg von etwa 2,1 °C.
In der abschließenden Abstimmung stimmten vier Delegationen dem Verhandlungsergebnis zu, China jedoch lehnte das Abkommen ab. Da auf den UN-Klimakonferenzen alle Staaten zustimmen müssen, galten die Verhandlungen damit als gescheitert. Auf die Bitte des UN-Generalsekretärs António Guterres (alias Katja Lang von der lpb Freiburg) hin erklärten sich die Delegationen dennoch bereit, den Dialog fortzuführen und sich weiterhin für Maßnahmen gegen den Klimawandel einzusetzen, um im nächsten Jahr doch noch zu einem Abkommen zu gelangen.
Im Anschluss wurde die Rolle der USA in den internationalen Klimaverhandlungen betrachtet. Dabei zeigte sich, dass bereits moderate Klimaziele der Vereinigten Staaten zu einem besser ausgestatteten Klimafonds und einer Begrenzung der Erwärmung auf etwa 1,9 °C hätten beitragen können.

Den Abschluss bildete eine Reflexion anhand einer Positionslinie: Wie realistisch war das erzielte Ergebnis? Und wie schwierig ist es tatsächlich, ein internationales Klimaabkommen zu erreichen, wenn alle Staaten zustimmen müssen?
Ein herzlicher Dank gilt Katja Lang und Lars Konheiser von der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg für die Durchführung und Begleitung dieses spannenden und lehrreichen Planspiels.


















Beim KGN gab es direkt zur Gestaltung des Schulhofs und seiner Abflüsse viel zu erzählen, ebenso zu den wasserdurchlässigen Pflastersteinen direkt am Gebäude. Beim weiteren Exkursionsgang durch das angrenzende Wohngebiet fielen ebenfalls vielfältige Maßnahmen auf: Abflussrinnen, die in Grünflächen münden, um das Grundwasser zu speisen, Ausgleichsflächen, die eingezäunt sind, um Tieren und Pflanzen Rückzugsmöglichkeiten zu geben und Gräben, die das Abflusswasser auffangen, um es ebenfalls dem Grundwasser zuzuführen.






Am 06.07. 2021 hat der Chemie Neigungskurs im Schullabor Bad Krozingen einen fiktiven Mordfall gelöst. Es gab DNA-Proben von drei Verdächtigen, die mit einer DNA-Probe des Tatorts abgeglichen werden sollten.


