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BK Leistungskurs zu Besuch in der Fondation Beyeler in Basel

Zum Wandertag am 30.09. 20 sind die Schüler des LK BK von Weil am Rhein nach Basel Riehen gewandert. Ein Teil des Weges geht entlang des Kunstpfades Rehberger Weg, wo man mehr oder weniger interessante Skulpturen sehen kann. Das eigentliche Ziel ist zunächst kaum wahrzunehmen, weil das Museum Fondation Beyeler vom Architekten Renzo Piano harmonisch in die Landschaft eingefügt wurde. Zur Zeit kann man dort Kunstwerke besichtigen, die sich mit Ruhe, Stille, Schlaf oder letzte Ruhe auseinandersetzen. Die Schüler empfanden das Gebäude und den Park als sehr erholsam, entspannend. Werke der klassischen Moderne und Gegenwartskunst waren interessant zusammengestellt. Bilder und Skulpturen von Monet, van Gogh, Giacometti oder Gerhard Richter haben einige hier das erste Mal im Original gesehen … und das Wetter bot auch Gelegenheit für ein Picknick im Park.

Wie man einen 5-Minuten-Vortrag hält – Lernjob Basiskurs Englisch bei Frau Wittmann

Wie halte ich einen 5 Minuten Vortrag auf Englisch? Und weshalb sollte ich das können?

Wie das geht und warum das könnenswert sein könnte, zeigen Euch Schülerinnen und Schüler der KS1 Basisfachs Englisch. Wie kam es überhaupt dazu?

Als der Fernunterricht am KGN begann, nutzten wir zunächst im Videounterricht in Kleingruppen die Möglichkeit, verschiedene Aufhänger (attention grabber) für eine interessante Rede zu finden. Hierbei unterstütze uns das leicht verständliche YouTube video von Tiffany „How to give a five minute speech in English“.

Anschließend lernten wir, wie der Aufbau einer solchen Rede aussieht, erprobten dies gemeinsam im Videounterricht und erstellten schließlich unsere eigene Rede zu einem Thema unsere Wahl — natürlich auf Englisch! Dazu hatten wir etwa drei Wochen Zeit.

Im Vergleich zum Präsenzunterricht hatten wir den Eindruck, dass auch schüchterne Schülerinnen und Schüler sich mehr beteiligten als sonst, wenngleich wir uns nach monatelangem Videounterricht doch auch wieder auf Präsenzunterricht in Englisch freuen. Wir finden, die Ergebnisse können sich sehen lassen; hier eine Kostprobe der entstandenen Reden.

Für die KS1 Englisch Basisfach 19/20: Ricarda Wolf, Silas Budde und Frau Wittmann

Scheffelpreis-Rede 2020 von Lea Ehrensperger

Am 24. Juli 2020 hielt Lea Ehrensperger als Scheffelpreisträgerin die Abiturrede im Rahmen der Zeugnisvergabe, die wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen.


Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,
liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schulleitung,
liebe Eltern und Gäste!

Ich freue mich, dass ich heute hier oben stehen darf und die Ehre habe, diese Rede zu halten. Und gleich zu Beginn gilt daher mein Dank meinen Deutschlehrern der letzten zwei Jahre. Frau Mager, Frau Naghiu und Herr Bargen, Sie haben mich auf dem Weg hierher stets begleitet und unterstützt. Ganz herzlichen Dank!

Unsere drei Pflichtlektüren – Faust I, Der goldne Topf und der Steppenwolf – habe ich schon lange vor dem Abi ad acta gelegt und auch wenn diese sicher lesenswert waren, werde ich Sie (liebe Gäste) heute mit Zitaten und Interpretationen daraus verschonen. Doch ich schätze, so ganz ohne Literatur geht es bei einer solchen Rede wohl kaum. Und deswegen möchte ich heute Abend auf ein anderes Buch eingehen.

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang – auf die Empfehlung von Herrn Kalt hin, las ich dieses Buch von Maren Urner. Ein Buch, das seine Leser sensibilisiert für einen kritischen Umgang mit Medien. Kritisch nicht im negativen Sinne, ablehnend gar, nein, kritisch im Sinne von „mit Verstand“.
Überflutet von Nachrichten aus aller Welt, Pop-up Meldungen von Sozialen Netzwerken und Erinnerungen an die tägliche Dosis Unterhaltung auf Streaming-Plattformen, passiert es schnell, dass wir die Zeit vergessen. Nur kurz diese eine Email beantworten wollen und dann ist schon wieder eine viertel Stunde um. Versunken in die News – die Zeit und Welt um sich herum vergessen.

Wie umgehen mit dieser ständigen Reizüberflutung? Der dauerhaften Bombardierung unseres Gehirns mit unnützen Fakten und Fake News?

Keine Frage, die Lösung lässt sich nicht einfach im Netz herunterladen – downloaden wie all die Apps, die uns die Flut an Reizen entgegen schmettern.

Es ist komplizierter. Ein erster Schritt vielleicht, beobachten und erkennen, was wir da so alles konsumieren. Dann reflektieren und hinterfragen all der Dinge, die da ständig auf uns einprasseln, um dann entscheiden zu können: „Was ist mir eigentlich wirklich wichtig?“.

In den letzten Jahren haben wir dafür Werkzeuge an die Hand bekommen, haben geübt und gelernt, Texte mehr als nur zu lesen, Texte zu verstehen, die Intension des Autors und dessen stilistische – manchmal gar manipulativen – Mittel im Prozess des Verstehens eines Textes mit einfließen zu lassen. Wir hinterfragten und erörterten, von Dombrovsky bis Martenstein. Beleuchteten von verschiedenen Seiten, bis der uns vorgelegte Text für uns ganz im Lichte lag.

Und so, wie wir die Texte beurteilten und kritisierten, nahm jeder von uns verschiedene Aspekte aus der Textarbeit mit, dachte unterschiedlich über die Thesen und Argumente der Artikel nach und zog für sich seine eigenen Erkenntnisse daraus.

So kommt es, dass Jede und Jeder von uns auch unterschiedliche Erinnerungen an die Schulzeit gesammelt hat. Individuelle Begegnungen und Erlebnisse, die prägten und doch haben wir alle eines gemeinsam: Wir haben Gemeinschaft erlebt, zusammen haben wir in den Mittagspausen hier gegessen und gelacht, haben die Wandertage mit verschiedensten Erlebnissen verbracht und gemeinsam haben wir ganze acht Jahre hier mit Lernen zugebracht.

Doch seien wir mal ehrlich, es war nicht immer alles nur schön hier. Manchmal war es purer Stress. „Klausurenphase“ wurde dann zu einem Synonym für Schlafmangel und Unausgeglichenheit, ja, Gereiztheit und Bulimielernen am späten Abend vor der Prüfung – manchmal auch erst morgens im Schulbus. Klausur folgte auf Klausur … Coopertest und Hausarbeiten, kaltes Wasser aus den Wasserhähnen und die 87, die in der Cafeteria irgendwie immer schneller war als wir.

Keine Frage – jeder hat sich über andere Dinge geärgert und echauffiert, Gemecker – mal mehr, mal weniger angebracht – gab es in unsrer Stufe zu Genüge! Und trotz alle dem, es war eine wirklich schöne Zeit mit euch!

* * *

Dieses Jahr ist alles ein bisschen anders. Anders als geplant feiern wir heute nicht im Stadthaus, sondern hier im Innenhof. Und alles läuft ein wenig spontaner als gewohnt, Flexibilität steht nun an erster Stelle. Doch wie wäre es, wenn wir diese besonderen Umstände nicht nur als Krise sehen, ihnen auch etwas Positives abgewinnen können. Wenn wir in der derzeitigen Situation eine Chance sehen, um neue Wege zu gehen. Ja, vielleicht sind wir sogar gezwungen kreativ zu werden, weil unsere ursprünglichen Pläne über den Haufen geworfen wurden.

* * *

So stehen wir heute hier im Innenhof unserer bald ehemaligen Schule und feiern Abschluss, um dann hinaus in die Welt zu zieh’n. Wir erfahren neben der Freiheit – auf die sich die meisten hier sicherlich freuen – auch, wie es ist Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung, mit unseren Ideen, unserem Wissen und vor allem unserer Energie mitzuwirken, vielleicht sogar voranzugehen bei der Lösung von Problemen und Fragen, vor denen sich unsere Gesellschaft gerade sieht.

Und manchmal, da scheinen diese Probleme und Herausforderungen viel zu groß, als dass man selbst, als Einzelperson etwas bewirken könnte, doch:

„Alles, was du in die Welt setzt, beeinflusst andere Menschen!“, Maren Urner bezog diese Aussage in ihrem Buch hauptsächlich auf journalistische Arbeiten und Artikel, und dennoch fängt es im Kleinen an und lässt sich auf unseren persönlichen Alltag übertragen.

Mit jeder unserer Äußerungen, mit jedem Handeln nehmen auch wir Einfluss auf unsere Umwelt, unsere Mitmenschen.
Ein praktisches Beispiel an dieser Stelle vielleicht; seit zwei Jahren steht die Türe links neben dem Sekretariat so gut wie immer offen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob Herr Kügele dies bewusst macht oder ob es für ihn eine Selbstverständlichkeit ist.

Die offene Türe – ein kleiner Wandel, der aber zeigt: Jeder ist willkommen, jede Idee und jeder Vorschlag findet Gehör und wird ausprobiert.

Zunächst habe ich es als kleine Veränderung wahrgenommen, und im Lauf der Zeit aber gemerkt wie sehr die Schulgemeinschaft dadurch belebt wurde und sicherlich wird auch in Zukunft noch viel Neues entstehen.

Ziehen also auch wir los und verändern die Welt erstmal im Kleinen, denn „Alles, was du in die Welt setzt, beeinflusst andere Menschen!“.

Benefizkonzert am KGN am 28.11.2019

Verantwortung übernehmen war letztes Jahr Thema unseres Ethikkurses. Herr Held hatte die Idee, dass wir als Kurs doch auch mal Verantwortung übernehmen könnten. Unsere erste Idee waren Hasen, schlussendlich wurde es dann doch ein Benefizkonzert.

Die Künstler waren schnell gefunden. Natürlich unsere KGN Big Band, denn ohne Big Band läuft kein Konzert bei uns. Als Hauptact einigten wir uns schnell auf „The RoadJacks“, eine regionale Band aus Müllheim, die mit eigenen Songs dabei sind die Popmusik zu revolutionieren.

Die Bands waren regional, so auch unser Spendenanlass: Die Tafel Markgräflerland. Sie sorgt dafür, dass Menschen mit weniger Einkommen die Chance auf ein täglich gutes Essen bekommen. Um dies zu gewährleisten sind sie auf Spenden in Form von Essen oder Geld angewiesen.

Und am 28.November war es soweit: Unser Benefizkonzert.

Der Abend selbst war ein großer Erfolg. Wir durften um die 120 Konzertbesucher, bestehend aus Jung und Alt, begrüßen. Jazzige Klänge der BigBand, funkige Musik der RoadJacks – für den Zuhörer war alles dabei.

Nicht nur musikalisch ein erfolgreicher Abend, wir konnten uns darüber freuen der Tafel sage und schreibe 620 Euro zu überreichen.

Vielen Dank an alle fleißigen Helfer und großzügigen Spender!

Sportschüler/innen der Oberstufe beim Skifahren in der Schweiz

Am Sonntagmorgen den 24.03.19 ging die Reise für die Sportschüler der Oberstufe nach Lenzerheide los. Um 6 Uhr morgens fuhr der Bus beim KGN los und kam 3 Stunden später sicher vor der kleinen Selbstversorger Hütte in der Schweiz an. Nachdem sich alle 13 Schüler und auch die 2 Sportlehrer Herr Fink und Frau Kraus ein bisschen in die Hütte eingelebt hatten, ging es auch schon direkt auf die Skipiste. Der Tag endete für viele mit einem dicken Sonnenbrand, da die Sonne am ersten Tag sehr stark war. Das Skifahren machte allen sehr Spaß. Am Abend kam das erste Kochteam, bestehend aus Sophia Schwab und Charlotte Hohlbaum, zum Einsatz und es wurden leckere Spaghetti mit Tomatensoße serviert.

Am Montagmorgen frühstückten wir alle zusammen an dem großen Tisch mit vielen kleinen Leckereien, die von Herrn Fink und Frau Kraus vorbereitet wurden. Vormittags auf der Skipiste war es so neblig, dass alle wie im Entenschwarm die Piste herunterschlichen, da die Gefahr für Unfälle oder jemanden aus der Gruppe zu verlieren, zu groß war. Nachmittags machten wir als Gruppe einen Ausflug auf die gegenüberliegende Pistenseite. Bis auf 2 Schüler, die die Gruppe für kurze Zeit verloren, wurde auch dieser Tag unfallfrei überstanden. Abends gab es Winzerschnitten und Schokopudding als Dessert, womit alle satt und zufrieden ins Bett gehen konnten.

Am letzten Tag auf der Piste durften sich die Schüler in Gruppen von mindestens 3 Schülern einteilen und ihre eigenen Routen abfahren. Zum Abendessen gab es leckeren Reis mit Putenfleisch und Gemüse. Als Abschluss gab es einen amüsanten gemeinsamen Spieleabend, den alle sehr genossen.

Am Mittwochmorgen ging es dann leider schon wieder nach Hause.

Bericht von Sarah Rueb, KS1

Chemiekurs schwitzt im Unilabor

Am Mittwoch, den 26. Juni 2019 ging es für den vierstündigen Chemiekurs an die Uni nach Freiburg. Im Chemieinstitut bekamen die Schülerinnen und Schüler Informationen zum Chemiestudium und zu Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Chemie. Danach ging es zu einer Führung durch die einzelnen Abteilungen der Chemie, bei der auch viele Analysegeräte erklärt wurden.

Nach einer Stärkung in der Mensa stand eine Chemievorlesung auf dem Plan  und anschließend ging es ins Analytikpraktikum. Bei über 30°C im Labor, ausgestattet mit langer Hose und Labormantel kamen alle ganz schön ins Schwitzen. Doch trotzdem fanden alle, dass der Schnuppertag an der Uni ein tolles Erlebnis war!

 

Besuch des Neigungskurses Französisch KS1 bei der Bürgermeisterin von Chalampé

Am 22. 5. 19 machte sich der Neigungskurs Französisch aus der KS1 auf den Weg nach Chalampé, um sich mit der Bürgermeisterin zu treffen. Im Voraus hatten wir uns interessante Fragen für Mme Laemlin erarbeitet. Nach Fragen zu ihrer Person und ihrem Beruf wurden wichtige politische Themen angesprochen, unter anderem zu ihren vergangenen und zukünftigen deutsch-französischen Projekten. Auch die aktuelle Thematik der „Fridays for future“-Bewegung wurde angesprochen, welche sie unterstützt und für eine gute Möglichkeit der politischen Partizipation hält.
Auch das altbekannte Problem des hohen Autoverkehrs in der Grenznähe wurde angesprochen. Wobei es ihrer Meinung nach noch kein Problem, sondern eine Möglichkeit für beide Seiten darstellt. Einmal, um andere Produkte im Nachbarland zu erwerben, andererseits, um sich möglicherweise auszutauschen.

Auch das seit 10 Jahren als Gesprächsthema im Gemeinderat vertretene Ausbauen der Rheinbrücke wurde besprochen. Mme Laemlin würde es unterstützen, damit wären aber sehr hohe Kosten verbunden. Allerdings wird 2020 der Fahrradstreifen durch eine Passerelle erweitert werden.

Zu guter Letzt sprachen wir noch über dein sehr wichtiges, aktuelles Thema : die Schließung von Fessenheim. Sie vertritt ebenso die Meinung, dass es abgeschaltet werden sollte, äußert aber ihre Bedenken, woher die Energie danach herkommen soll, da ein sehr großes Gebiet an Fessenheim hängt, welches auch danach immer noch abgedeckt werden muss. Diese Überlegung hätte man im Vorfeld längst anstellen sollen.

Nach einer intensiven Stunde mussten wir uns, trotz weiterer Fragen, verabschieden. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Gespräch sehr interessant und aufschlussreich war.

Maria Lastella, Sarah-Lea Kuner und Marie Nöller

Neigungskurs Geographie unterstützt fridays for future-Bewegung mit Onlinerecherche und Linkliste

Der Neigungskurs hat sich im Rahmen des Unterrichts mit umsetzbaren Lösungsansätzen zum Klimaschutz beschäftigt und mehrere Schüler/innen haben an den Freitagsdemos in Freiburg und Neuenburg teilgenommen.

Um die Zeit zwischen den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen sinnvoll zu füllen, haben wir eine Online-Recherche zu aktuellen vielversprechenden klimapolitischen Veröffentlichungen durchgeführt und das Ergebnis, eine Linkliste zum Klimaschutz, an Luisa Neubauer (Klimaaktivistin und Geographiestudentin in Göttingen) geschickt. Dazu gab es ein Interview mit Frau Geiger von der Badischen Zeitung.

Ergebnis der Recherche: Linkliste zum Klimaschutz

Linkliste zum Thema Klimaschutz

Chemiekurs gestaltet Chemieschaukasten

Der vierstündige Chemiekurs hat das gesamte Schuljahr den Schaukasten vor der Chemie mit interessanten Themen sehr anschaulich gestaltet. Gestartet wurde mit der Alchemie, gefolgt von Salz, dem „weißen Gold“. Dabei wurden auch jahreszeitliche Themen aufgegriffen. So gab es Informationen zu Weihnachtsbäckerei, Silvesterfeuerwerk, Farbstoffen, Eierfärben und den aktuellen Themen Handyrecycling und Kunststoffe.

Ein großes Dankeschön für die kreativen Ideen!

 

Ein Mord ist geschehen: KGN-Kursstufe überführt den Täter in nur dreieinhalb Stunden!

Am Mittwoch, den 15. Mai 2019 ging es für den vierstündigen Chemiekurs und den zweistündigen Biokurs nach Bad Krozingen ins Schullabor des BioValley College Network Projekts, um einen Mordfall mit Hilfe des DNA-Fingerprints zu klären. Unter dem Motto „ .. denn früher oder später kriegen wir jeden Täter“ bekamen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeitsweise der Molekularbiologen.

Nach dem enzymatischen Zerschneiden der DNA-Proben und anschließender elektrophoretischer Auftrennung der Fragmente konnte der Täter klar ermittelt werden. Da die entstehenden Bandenmuster personenspezifisch sind, eigenen sich genetische Fingerabdrücke in der Kriminalistik zur Täterermittlung, aber auch für Vaterschaftsnachweise.

Chemiekurs des KGN zu Besuch bei Losan Pharma

Bereits zum zweiten Mal durfte ein Neigungskurs Chemie mit seiner Lehrerin Andrea Wolf die Firma Losan Pharma im Gewerbegebiet in Neuenburg besuchen. Dort wurde der Kurs am Mittwoch, den 14. November 2018, durch die Produktion und Forschungs- & Entwicklungslabore geführt und erhielt viele, hoch interessante Einblicke in die Arbeit der Losan Pharma.

Hier ein Bericht von Louisa von der Mark (KS1):

Nach einer Sicherheitsunterweisung ging es für eine Gruppe durch eine Schleuse in die Produktion. Dort verfolgten sie den Weg einer Brausetablette von den angelieferten Rohstoffen bis zur endgültigen Verpackung. Auch konnten sie sehen, wie der Beipackzettel genauso in die Packung gesteckt wird, dass er immer obenauf liegt und nicht zerknickt ist. Ihnen wurde auch erklärt, wie vermieden wird, dass sich die pulvrigen Produkte miteinander vermischen, wenn die Tür aufgemacht wird. Es herrscht nämlich auf den Fluren in der Produktion höherer Druck als in den Arbeitsräumen, so dass immer Luft in den Raum hinein fließt und somit nichts des Produktes entkommen kann.

In den Laboren durfte in dieser Zeit der andere Teil des Kurses, ausgerüstet mit Schutzbrille und Labormantel,  sich die allseits sehr beliebten ‚Zaubermaschinen‘ ansehen, von denen eine allein schon schlappe 120 000 € oder mehr kostet. Diese Zaubermaschinen sind sogenannte Hydrophobe Interaktionschromatographen (kurz HIC), die den Chemikern die Arbeit um einiges leichter machen. Die Losan Pharma investiert aber auch in neue, noch bessere, schnellere UHCIs, die die Arbeit der HCIs in viel kürzerer Zeit erledigen können.

Außerdem machten die Schüler Bekanntschaft mit Mikrowagen, für die man in der Chemie-laborantenausbildung erst einmal ein ruhiges Händchen entwickeln muss, denn hier ist höchste Präzisionsarbeit mit dem Spatel gefragt – und das unter einer Glashaube, damit keine gefährlichen Chemikalien ins Gesicht des Laboranten kommen und es nicht zu Verunreinigungen kommt.

Gezeigt wurden auch die Schüttelmaschinen, die das Schütteln und Schwenken der Proben übernehmen und das ohne Beschwerden auch mal gerne für sechzig Minuten oder länger. Die Schüler lernten auch einige Methoden kennen, wie die Laboranten den menschlichen Körper simulieren, um herauszufinden, ob das Medikament auch dort wirkt, wo es wirken soll, und ob es lang genug wirkt. Erstaunt waren die Schüler, dass man als Chemielaborant den ganzen Tag bei der Arbeit steht.

Interessant war auch, dass die Laboranten der Forschung & Entwicklung nicht selbst an neuen Wirkstoffen forschen, sondern sie diese von den Kunden der Losan Pharma bekommen. Ihre Aufgabe ist es nun zu erforschen, wie sie den Wirkstoff des Kunden in die gewünschte Darreichungsform bringen können, sodass er immer noch richtig wirkt. Dabei sind sie auf orale, d. h. über den Mund aufgenommene, Darreichungsformen spezialisiert, sie verpacken das Medikament also in Tabletten, Kapseln oder Sticks.

Losan Exkursion 2018

Nach einem Tausch der Gruppen wurde am Ende der Führungen auch für das leibliche Wohl des Chemiekurses gesorgt und es wurden weitere Fragen beantwortet. Es kam dabei zu interessanten Gesprächen über die Geschichte der Losan Pharma. So erfuhr der Kurs,  wie die drei Gründer in einem Container auf einer Wiese ihr Unternehmen begonnen hatten,  das zwanzig Jahre später 500 Leute beschäftigt, nach Eschbach und Frankfurt expandiert hat und ihre Produkte in ganz Europa, der  USA und bald Brasilien exportiert.

Auch die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Losan Pharma wurden vorgestellt: Es wird bloß alle drei Jahre ein Azubi eingestellt pro Fachabteilung (Chemie, PTA, etc.) und während diesen drei Jahren kümmern sich alle Angestellten dieser Abteilung um diesen Auszubildenden und sorgen für sein Wohlergehen. Auch stehen die Chancen, anschließend von der Losan Pharma übernommen zu werden, sehr hoch.

Alles in allem war es ein sehr interessanter und informativer Vormittag bei der Losan Pharma, den die Schüler dort verbringen durften und es wurden viele positive Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen. Nicht zuletzt die Erfahrung, wie man einen Einweg-Schutzanzug für die Besichtigung der Produktion richtig und ohne Risse anzieht.

Bist du ein Supertaster?

Chicorée, dunkle Schokolade oder Kaffee sind für die einen ein Genuss, für andere einfach nur bitter und somit ungenießbar. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über den Genotyp, die genetische Ausstattung, nicht. Bist du also ein Supertaster? Ein Besuch bei Novartis brachte den Kursstufenschülerinnen und -schülern des Neigungsfachs Biologie die Antwort und einen Einblick in wichtige Arbeitsweisen der Biologie. 

Kaum hatte das Schuljahr begonnen, ging es bei bestem Wetter mit dem Zug auf eine erste Exkursion nach Basel zum Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis. Nach einer kurzen Begrüßung an der Pforte und mit Gästeausweisen bestückt,   durften wir auf das Werksgelände. Das Unternehmen hat dort ein eigens eingerichtetes Schülerlabor, das von unserer großen Gruppe mit 24 Schülerinnen und Schülern bis auf den letzten Platz belegt war.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Nachwuchsbiologen in einem ersten Praxisblock ihre genomische DNA aus ihren Mundschleimhautzellen extrahieren. Besonders Spaß machte hier das Arbeiten mit der Eppendorf-Pipette, die unfassbar kleine Mengen von 0.001 ml per Knopfdruck aufnimmt und wieder entlässt – was allerdings etwas Übung bedarf. Oder der Vortex-Mischer, der Flüssigkeiten auch in dieser Größenordnung entspannt schüttelt, rüttelt und vermischt. Das Arbeiten mit so kleinen Mengen und das saubere Durchführen der Arbeitsschritte hat den Schülerinnen und Schülern vollste Konzentration abverlangt. Falls doch mal Fragen auftauchten, war schnell einer der Betreuer zur Stelle, sodass jeder am Ende seine DNA aufgeschlossen hatte.

Im zweiten Praxisblock wurde aus nur einem gewonnen DNA-Molekül ein gezielter Abschnitt darin mittels Polymerase Kettenreaktion in 90 Minuten auf 35 Milliarden kopiert. Genug Zeit für ein Mittagessen, während im Labor die Maschine kopiert.

Unser kopierter Abschnitt hat den Namen TAS2R39 und stellt die Bauanleitung für einen von 25-30 chemischen Empfängern (Rezeptor) von Bitterstoffen auf der Zunge dar. Personen, die diesen Rezeptor nicht haben, können eine Facette des Geschmacks Bitter nicht schmecken. Besitzen wir die Bauanleitung für den Rezeptor von beiden Elternteilen, so sind wir Supertaster, wir haben nämlich viele der Rezeptoren auf der Zunge.

Aber wie macht man etwas in der DNA sichtbar, das viel zu klein ist um es sehen zu können? Man kopiert die DNA bis eine ausreichende Menge entsteht, schneidet mit molekularen Scheren (Enzymen) die DNA in Stücke, trennt das Gemisch auf und betrachtet es unter Fluoreszenzlicht. Und so brachte der zweite Praxisblock Gewissheit über unseren Genotyp. In einem Selbstversuch konnte dies nun mit einer Geschmacksprobe überprüft werden.

Mit vielen Einblicken zum Arbeiten im Labor und bei manchem Teilnehmer mit einem bitteren Geschmack auf der Zunge ging es schließlich zurück ans KGN.

Das Besondere zum Schluss – Neigungskurse BK und Französisch in Colmar

Am 21.06. 2018 machten sich die Schüler der Neigungskurse BK und Französisch gemeinsam auf den Weg nach Colmar. Das 1. Ziel war ein Besuch des bekannten Museums Unterlinden mit dem berühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald und der umfangreichen Sammlung von Kunst der Vorzeit bis in die Moderne. Anschließend gab es eine verdiente Entspannung per Boot auf dem Wasser  im romantischen Viertel Petite Venise. Noch ein kleiner Stadtbummel und französisch Abendessen – die Zeit verging wie im Flug. Das Besondere zum Abschluss – der Abend zur Fete de la Musique mit Straßenmusik an einem warmen Sommerabend in der gesamten Innenstadt. Ein schöner gemeinsamer Abschluss nach zwei gemeinsamen Jahren.

Fotos zum Artikel (KGN Zugangsdaten erforderlich)


Wir wünschen allen Schülern alles Gute für die Zukunft!

Susanne Krummrich und Martina Fusco

 

Ein goldener Ausblick – dank Astronomie

Wer den Astronomie-Kurs besucht, der wird zum Glück um eine Sache nicht drum herumkommen, denn das ist etwas Atemberaubendes. Die Rede ist davon, selbst mit einem Teleskop in den Nachthimmel zu schauen und sich auf die Jagd nach Himmelskörpern zu begeben. Einige Tage nach der Exkursion zum Haus der Astronomie und zum Max-Planck-Institut in Heidelberg, spielte das Wetter mit, um mit dem Astronomie-Kurs dieses Unterfangen anzugehen.

Bei Sonnenuntergang trafen wir uns bei der Schule und bauten im Innenhof die Teleskope auf. Jeder erkannte sofort, dank des Astronomieunterrichts, mindestens ein paar Sternbilder am nächtlichen Himmel und konnte die Lage von Planten unseres Sonnensystems, z.B. der Venus, einordnen. Uns bot sich ein wunderschöner Blick auf den Mond und auf ein Ereignis, welches sich nur an einem Abend im Monat abspielt. Auf dem Mond gibt es ein Gebirge, dass an einem Abend, 10-11 Tage nach Neumond, sich genau an der Tag-und-Nachtgrenze auf der Nachtseite des Mondes befindet. Seine Bergspitzen sind jedoch hoch genug, um bereits von der Sonne angestrahlt zu werden, so dass ein heller Bogen auf der Nachtseite des Mondes zu sehen ist: „Der goldene Henkel”. Ein schönes Foto davon haben wir durch das Teleskop mit dem Smartphone gemacht (der goldener Henkel ist der helle Bogen links oben).

Mond am Nachthimmel

Außerdem beobachteten wir den Jupiter mit seinen vier großen galileischen Monden Ganymed, Europa, Io und Kallisto. Am meisten Begeisterung schaffte bei uns allerdings der Planet Saturn mit seinen Ringen, den wir am Ende der Beobachtungen bewundern konnten.

Wer die Möglichkeit besitzt, selbst einmal mit dem Teleskop in den Nachthimmel zu schauen, dem können wir vom Astronomie-Kurs dies nur wärmstens empfehlen. Wir freuen uns schon auf die nächste Beobachtungsnacht.

Per Heidelberg durch die Galaxis

Am 15. Juni 2018 besuchten wir, der Astronomiekurs von Hr. Kaiser, und einige Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Physikkurses der KS2, gemeinsam mit Herrn Kaiser und Herrn Striebich das Max-Planck-Institut für Astronomie und das Haus der Astronomie in Heidelberg. Dort wurden wir von Hr.Wetz über das Gelände geführt und bekamen einen Einblick über die früheren Aktivitäten der Astronomie in der ansässigen Landessternwarte und die Arbeit der heutigen Wissenschaftler.

In einem Workshop zum Thema Licht und Spektren von Sternen befasste sich Hr. Wetz mit uns intensiv mit der Untersuchung und Erforschung von Sternen mithilfe ihres abgestrahlten Lichts und was man alles aus diesem erfahren kann. Den Abschluss machte ein Besuch im dortigen Planetarium, wo wir uns auf eine Reise von der Erde durch unser Sonnensystem, die Milchstraße und bis an die Grenzen des Universums begaben. Es war eine gelungene, wenn auch zu kurze Exkursion an diesem Tag. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Förderverein des KGN, der diesen Tag finanziell unterstützt hat.

Exkursion Heidelberg Astronomie 2018