Zwischen Ampelmännchen und Weltzeituhr – Studienfahrt 2021 nach Berlin

Es ist noch dunkel, als wir uns am Bahnhof Müllheim treffen, und ein Koffer ist größer als der andere.

Nach einer nahezu reibungslosen Zugfahrt kommen wir am frühen Nachmittag in der Hauptstadt an, beziehen unser Hotel in Moabit und machen uns danach gleich auf den Weg in die Stadt.

Programmpunkt Nummer eins: das Brandenburger Tor, welches im Vorabendlicht vor uns steht.

In den kommenden Tagen entdecken wir, 17 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Naghiu und Frau Roth, die Hauptstadt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln.

Wir besuchen das Naturkundemuseum und auch das Jüdische Museum, in welchem der scheinbar vergangene und so weit entfernte Lehrstoff aus dem Unterricht plötzlich sehr greifbar wird. Ähnlich geht es uns im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, wo wir das Glück haben, von der Zeitzeugin Edda Schönherz ihre eigene Geschichte sehr eindrücklich erzählt zu bekommen. Auch den Besuch der Mahnmale und Gedenkstätten für die unter NS- Führung ermordeten Menschen im Land sowie die Stadtführung zur Geschichte der Mauer und der deutsch-deutschen Teilung lassen den einen oder die andere schwer schlucken.

Neben all dem „historischen Programm“ dürfen wir Schüler allerdings auch viel freie Zeit in Deutschlands grünster Metropole genießen, die wir an der East-Side-Gallery, im KaDeWe oder den Hackeschen Höfen verbringen – oder natürlich im Dunkin-Donuts, von denen es sehr zur Freude einiger Teilnehmer eigentlich überall welche gibt.

Sicherlich ebenfalls ein Highlight ist der Besuch der Reichstagskuppel und der Blick von oben auf die beleuchteten Häuser der Stadt, sowie andere Abende, an denen wir in kleinen Gruppen die Berliner Luft schnuppern durften.

Dass wir neben der Stadtgeschichte auch noch lebenspraktische Dinge gelernt haben, zeigt sich vor allem, als sich unsere Zeit in Berlin dem Ende neigt – wir finden, anders als so manches Mal zuvor, ganz problemlos mit den U- und S-Bahnen, Bussen oder Metros zu unserem Zielort – und kommen schließlich am Samstagabend wohlbehalten und vielleicht ein klein wenig müde wieder zuhause an.

Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere beiden Begleiterinnen, die sowohl für die einzelnen Programmpunkte, als auch für gute Laune gesorgt haben :)

Hanna Ehrensperger, KS2