Beiträge

Neue Angebote im Schülerforschungszentrum

Das Schülerforschungszentrum bietet auch in diesem Jahr wieder zahlreiche spannende Kurse in der größeren und kleineren Region rund um Neuenburg an. Das konkrete Angebot findet ihr hier.

Wem das zu weit ist, der findet auch in unserem Junior-Forscher-Club, in der Robotik-AG, in der Informatik-AG, in der Schüler-Ingenieurs-Akademie oder in unseren beiden Möbelbau-Gruppen Partner zum gemeinsamen naturwissenschaftlich forschenden oder technisch gestaltenden Arbeiten.

Ein Hund zu Besuch im Unterricht der 5b

Herr Pollmann kam mit seinem Hund, einem Podenco-Mischling, zu uns in den BNT-Unterricht. Wir schauten uns den Hund genau an. Der Hund war mittelgroß und hatte ein kurzes gold-braunes Fell. Er hatte spitze Ohren und eine spitze Schnauze. Sein Name war Bunny.

Er war sehr zutraulich und neugierig, ist durchs Klassenzimmer gelaufen und hat an uns geschnüffelt. Bei ein paar Schülern hat Bunny gerochen, dass sie auch einen Hund zuhause haben. Man konnte es Bunny ansehen, dass er es sehr mag, wenn man ihn streichelt.

Wenn Herr Pollmann „gib laut“ sagte, fing Bunny an zu bellen. Er hörte auch noch auf die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Pfote“. Herr Pollmann hatte eine paar Stücke Mandarine, Trockenfutter und etwas Fleisch hingelegt. Zuerst hat Bunny das Trockenfutter und dann das Fleisch gegessen. Die Mandarine hat er nicht probiert. Wahrscheinlich deshalb, weil der Geruch der Mandarine neu für ihn war.

Dann habe wir noch darüber gesprochen wie ein Hund trinkt und haben uns darüber auch einen Film angeschaut. Er formt seine Zunge zu einer Schaufel und löffelt so das Wasser in sein Maul.

 Am Ende hatten wir die Idee, dass das KGN sich doch einen Schulhund anschaffen könnte.

Redaktion: Muriel aus der 5b

Hundebesuch in der Klasse

Bist du ein Supertaster?

Chicorée, dunkle Schokolade oder Kaffee sind für die einen ein Genuss, für andere einfach nur bitter und somit ungenießbar. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über den Genotyp, die genetische Ausstattung, nicht. Bist du also ein Supertaster? Ein Besuch bei Novartis brachte den Kursstufenschülerinnen und -schülern des Neigungsfachs Biologie die Antwort und einen Einblick in wichtige Arbeitsweisen der Biologie. 

Kaum hatte das Schuljahr begonnen, ging es bei bestem Wetter mit dem Zug auf eine erste Exkursion nach Basel zum Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis. Nach einer kurzen Begrüßung an der Pforte und mit Gästeausweisen bestückt,   durften wir auf das Werksgelände. Das Unternehmen hat dort ein eigens eingerichtetes Schülerlabor, das von unserer großen Gruppe mit 24 Schülerinnen und Schülern bis auf den letzten Platz belegt war.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Nachwuchsbiologen in einem ersten Praxisblock ihre genomische DNA aus ihren Mundschleimhautzellen extrahieren. Besonders Spaß machte hier das Arbeiten mit der Eppendorf-Pipette, die unfassbar kleine Mengen von 0.001 ml per Knopfdruck aufnimmt und wieder entlässt – was allerdings etwas Übung bedarf. Oder der Vortex-Mischer, der Flüssigkeiten auch in dieser Größenordnung entspannt schüttelt, rüttelt und vermischt. Das Arbeiten mit so kleinen Mengen und das saubere Durchführen der Arbeitsschritte hat den Schülerinnen und Schülern vollste Konzentration abverlangt. Falls doch mal Fragen auftauchten, war schnell einer der Betreuer zur Stelle, sodass jeder am Ende seine DNA aufgeschlossen hatte.

Im zweiten Praxisblock wurde aus nur einem gewonnen DNA-Molekül ein gezielter Abschnitt darin mittels Polymerase Kettenreaktion in 90 Minuten auf 35 Milliarden kopiert. Genug Zeit für ein Mittagessen, während im Labor die Maschine kopiert.

Unser kopierter Abschnitt hat den Namen TAS2R39 und stellt die Bauanleitung für einen von 25-30 chemischen Empfängern (Rezeptor) von Bitterstoffen auf der Zunge dar. Personen, die diesen Rezeptor nicht haben, können eine Facette des Geschmacks Bitter nicht schmecken. Besitzen wir die Bauanleitung für den Rezeptor von beiden Elternteilen, so sind wir Supertaster, wir haben nämlich viele der Rezeptoren auf der Zunge.

Aber wie macht man etwas in der DNA sichtbar, das viel zu klein ist um es sehen zu können? Man kopiert die DNA bis eine ausreichende Menge entsteht, schneidet mit molekularen Scheren (Enzymen) die DNA in Stücke, trennt das Gemisch auf und betrachtet es unter Fluoreszenzlicht. Und so brachte der zweite Praxisblock Gewissheit über unseren Genotyp. In einem Selbstversuch konnte dies nun mit einer Geschmacksprobe überprüft werden.

Mit vielen Einblicken zum Arbeiten im Labor und bei manchem Teilnehmer mit einem bitteren Geschmack auf der Zunge ging es schließlich zurück ans KGN.

Besuch der Klasse 6a bei den schuleigenen Bienen

Am Dienstag, 19. Juni 2018 ging es statt in den Biologieraum für die Klasse 6a mit ihrer Biologielehrerin Andrea Wolf in den Schulgarten des KGN. Dort wurde die Klasse bereits von Robert Weth, ebenfalls Biologielehrer am KGN, bei den Bienenkästen erwartet.

Seit drei Jahren besitzt die Schule dank der Initiative von Herrn Weth eigene Bienen. Nach einer kurzen Einführung, in der der Klasse erklärt wurde, warum der Imker einen speziellen Anzug trägt, wie man sich in der Nähe von Bienen verhält und warum es bei den Bienenkästen gerade raucht, konnten die Schülerinnen und Schüler die Bienen hautnah erleben. Sie durften die Waben mit den sechseckigen Zellen und die Bienen aus nächster Nähe betrachten. Einige Zellen waren mit Honig gefüllt und bereits verdeckelt, an anderen Stellen konnte man Larven und Drohnen sehen.

Imker

Überrascht war die Klasse über die hohe Individuenzahl von ca. 60.000 Bienen in einem Bienenstock. Nach anfänglicher Scheu wurden die Schülerinnen und Schüler immer mutiger, nahmen die Waben selbst in die Hand und waren über das Gewicht erstaunt.  Zum Schluss brachten alle zusammen die Waben mit den Bienen wieder zurück in den Stock, in dem es wirklich stockdunkel ist.


Weitere Fotos zum Artikel (KGN Zugangsdaten erforderlich)


Ein herzliches Dankeschön an unseren Schulimker Herrn Weth für diese besondere Biologiestunde!

Exkursion des Neigungskurses Biologie ins Naturkundemuseum

“It is not the strongest of the species that survives, not the most intelligent that survives. It is the one that is the most adaptable to change.”
(
Unbekannt: „Charles Darwin-Quotes“, 09.12.2017)

Mit diesen Worten legte Charles Darwin den Grundbaustein für seine weltberühmte Evolutionstheorie. Zum Abschluss dieses Themas unternahm der vierstündige Biologiekurs der K2 eine Exkursion zum Naturkundemuseum Stuttgart.

In zwei neunzigminütigen Führungen wurden die wichtigsten Bestandteile von Darwins Forschungen anhand von Exponaten, größtenteils durch Fossilien und Nachbildungen, wiederholt, erklärt und fachlich ergänzt. 

Bei der ersten Führung im Museum am Löwentor konnten die Schüler einen Einblick in die Welt der Dinosaurier, sowie die Entwicklung der Wirbeltiere gewinnen. Nach der Mittagspause im Rosensteinpark ging es weiter ins angrenzende Schloss, in dem sich die zweite Führung mit der Vielfalt der Lebewesen, die bis heute durch Evolution entstanden ist, beschäftigte.

Die Kursteilnehmer wurden aktiv in den Besichtigung mit einbezogen und durften ihr bereits im Unterricht erworbenes Wissen einbringen.

Alles in allem war es für die Schüler ein sehr interessanter und aufschlussreicher Tag, bei dem insbesondere das bereits theoretisch angeeignete Fachwissen anschaulich dargeboten wurde. 

Die Museumsexperten verfügten über eine sehr ausgeprägte Kenntnis des Themas, jedoch war die Art und Weise der Vermittlung eher für jüngere oder weniger in das Themengebiet eingearbeitete Ausstellungsbesucher besser geeignet. Trotz allem ist die Ausstellung sehr zu empfehlen.

Außerdem dankt der Kurs dem Museum sowie Herrn Weth für die Ermöglichung dieser faszinierende Eindrücke.

Autoren: Theresa Nafz, Isabell Blechner

Vom Klassenzimmer per Videochat in ein molekularbiologisches Labor nach Schweden

In den Biologie-Kursen der Oberstufe lernt man eine Menge über Zellen, ihre Bestandteile, das Erbgut (die DNA), über Proteine und wie all diese Komponenten zusammen spielen und dabei die Prozesse des Lebens hervorbringen. Doch woher weiß man all diese Dinge? Wie erforscht man sie und wer macht so etwas?

Die Schülerinnen und Schüler des zweistündigen Biokurses von Herrn Kalt sowie einige Gäste aus den vierstündigen Kursen hatten neulich die Gelegenheit, das genauer zu erfahren. Während des Unterrichts waren sie per Videoschaltung mit einer jungen Forscherin an der Universität Uppsala in Schweden verbunden, die ihnen zunächst das molekularbiologische Labor zeigte und von über ihrer Forschung, vom Biologiestudium und von vielen weiteren Themen rund um die Biologie erzählte. Dazwischen konnten die Schüler/innen ihre eigenen Fragen loswerden und Antworten erhalten.

Die junge Forscherin war niemand anderer als Laura Lehmann, die aus Zienken stammt und 2011 am KGN ihr Abitur gemacht hat. Anschließend hatte sie zunächst Biologie in Hohenheim studiert und war dann nach dem Bachelor-Abschluss für das Master-Studium nach Uppsala gegangen. Nachdem sie vergangenen Sommer erfolgreich den Master abgelegt hat, arbeitet Sie nun für ihre Promotion daran, ein bestimmtes Protein zu modellieren, d.h. seine Struktur zu verstehen, so dass man später mehr darüber herausfinden kann, wie es genau funktioniert.

Das Videobild wurde per Beamer an die Wand projiziert, Laura konnte die Schüler/innen mit Hilfe der Webcam des aufgestellten Laptops sehen.

Der Austausch war sehr spannend und klappte auch technisch recht gut. Zwar brach die Videoverbindung einige Mal ab, konnte aber immer wieder aufgebaut werden, so dass es außer einiger kurzer Pausen keine größeren Probleme gab.

Hier einige Antworten der Neuenburger Schüler/innen auf die Frage, was sie an dem Video-Chat besonders interessant fanden:

… Darüber hinaus fand ich es auch gut, dass wir nicht nur über die Proteine gesprochen haben sondern auch über das außen rum, also wie das mit einer Doktorarbeit schreiben aussieht, wie es den Alltag bestimmt, …

Sehr interessant war, dass sie Einblicke in Ihr Leben gegeben hat. Außerdem fand ich es beeindruckend, wie viel Sie schon seit ihrem Abitur erreicht hat und das ihre Arbeit später mal Leben retten könnte.

Obwohl in dem Labor spektakuläre Sachen gemacht/geforscht werden, sieht das Labor eher unscheinbar aus

Man konnte das Labor sehen und sie hat es super erklärt

die Erzählungen über den Alltag und die Zeiteinteilung eines Studenten

Besonders interessant fand ich die allgemeinen Äußerungen zum Studium, da das bei uns ja kurz bevorsteht und man sich doch einige Gedanken macht. Auch spannend fand ich, dass sie tatsächlich monate-/jahrelang an einem Protein in einem Labor forscht und Spaß daran findet!

So gewannen die Schüler/innen in den neuzig Minuten vielfältige fachliche Einblicke, aber auch Informationen darüber, wie der Alltag eines naturwissenschaftlichen Studiums aussieht, welche Hürden es gibt, was beim Forschen mit Bakterien und Proteinen alles schief gehen kann (eine Menge!) und dass man sich davon nicht abschrecken lassen sollte.

Ein herzliches Dankeschön geht an Laura Lehmann, die sich die Zeit genommen hat, uns Rede und Antwort zu stehen!

Andreas Kalt

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Tierisch ungewöhnlicher Besuch in der 6b

Seit der 5. Klasse beschäftigt sich die 6b des Kreisgymnasiums Neuenburg mit den verschiedenen Wirbeltiergruppen. Zum Abschluss wurde nun die letzte der 5 Gruppen behandelt: Die Reptilien. Nachdem die typischen Merkmale der Kriechtiere an einheimischen Reptilien (Zauneidechse, Ringelnatter, Kreuzotter und Blindschleiche) erarbeitet worden waren, kam letzte Woche ein Überraschungsbesuch in die 6b: Eine Kornnatter

Besitzer dieses beeindruckenden Tieres ist der Nachbar einer Schülerin der 6b, die netterweise spontan den Kontakt hergestellt hatte.

Der Tierhalter stellte in einer kurzen Einführung die Kornnatter vor und erzählte von vielen Besonderheiten dieser 1,20m langen Würgeschlange. Die Schüler hatten anschließend die Möglichkeit, Fragen zum Tier und zur Tierhaltung zu stellen.

Dann kam der große Augenblick: Nachdem die Kornnatter sich während der ganzen Zeit schon um den Arm und Körper des Besitzers gewunden hatte, durfte nun jeder die Schlange durch seine Hand laufen lassen. Das Vorurteil, dass Schlangen “glitschig und ekelig” sind, konnte niemand bestätigen. Die gesamte Klasse war fasziniert von diesem eleganten Tier und bedauerte, dass es nicht länger in der Klasse verweilen konnte. Aber auch für Schlangen ist ein Schulbesuch anstrengend: Der Tierhalter hat ausrichten lassen, dass die Kornnatter nach ihrem Ausflug in die 6b einen ganzen Tag lang geschlafen hat.

(Klasse 6b, Frau Pouleau)

Das MFM-Projekt – Mädchen Frauen Meine Tage/Männer Für Männer

Auf dem Lehrplan der 5./6. Klasse steht auch das Thema „Erwachsen werden“. Deshalb kamen Sabine Aichele und Georg Racke als externe Referenten ans KGN, um mit den Schülern aller 6. Klassen an diesem Thema in einem anderen Rahmen weiterzuarbeiten. Beide hatten das Projekt auf einem sehr gut besuchten Elternabend vorgestellt.

Das MFM-Projekt bietet durch Ansprache der emotionalen Ebene eine ideale Ergänzung des Unterrichts: In geschlechtsgetrennten Workshops werden die Jungen und Mädchen auf eine Entdeckungsreise durch den weiblichen bzw. männlichen Körper geschickt. Dabei erleben sie die Vorgänge rund um Pubertät, Zyklusgeschehen, Fruchtbarkeit und die Entstehung neuen Lebens altersentsprechend und im geschützten Rahmen. Eine Fülle von anschaulichen Materialien und aktives Mitmachen (es darf auch mal lauter werden als im normalen Unterricht) ermöglichen das Lernen mit allen Sinnen.

MFM Projekt

Mit einer wertschätzenden Sprache, insbesondere durch positive Bilder und Vergleiche aus der Lebenswelt der Schüler werden die Zusammenhänge nachvollziehbar und die biologischen Fachbegriffe positiv besetzt. Einer der Leitgedanken des Projektes ist „Nur was ich schätze, kann ich schützen“.

MFM Projekt

Während des Workshops entwickeln die Schüler eine erstaunliche Körperkompetenz. Sie sammeln fundiertes Wissen, können über das Thema auch in angemessener Sprache reden, lassen sich nicht mehr so leicht verunsichern und entwickeln ein gesundes Selbstvertrauen den eigenen Körper.

Die Biologie-Fachschaft dankt den beiden Referenten für ihre Unterstützung und besonders dem Förderverein, der das Projekt nun schon seit 11 Jahren finanziell mitträgt.

Biologieprojekt zum Thema »Sinne« der 9a

Die Klasse 9a hat sich in den letzten Wochen ausführlich mit verschiedenen Aspekten des Themas »Sinne« beschäftigt. Im Biologieunterricht bei Herrn Kalt haben die Schülerinnen und Schüler zunächst die Grundprinzipien der Sinneswahrnehmung gelernt und dieses dann am Beispiel des menschlichen Auges vertieft. Da es viele verschiedene Interessen und Fragen gab, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler anschließend in einem Projekt jeweils zu zweit oder zu dritt an einem selbstgewählten Thema im Bereich »Sinnesorgane – Funktion und Erkrankungen«.

Jedes Team wählte sich ein Thema aus und bearbeitete dieses im Laufe der folgenden Stunden sowohl in der Schule als auch zu Hause. Die Ergebnisse mussten sowohl in Form einer selbst gestalteten Wiki-Seite als auch als Poster dokumentiert werden. Die Details der Aufgabenstellung kann man im Projektauftrag nachlesen.

Während des Arbeitsprozesses lernten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Wiki, vertiefte Kenntnisse der Recherche, die Grundlagen des Urheberrechts und viele weitere digitale Arbeitsmethoden.

Ergebnisse

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Alle Gruppen haben sehr engagiert gearbeitet und im Laufe von mehreren Feedback- und Überarbeitungszyklen tolle Produkte gestaltet:

Rückmeldungen an die Schülerinnen und Schüler willkommen!

Wenn Sie den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung zukommen lassen wollen, schreiben Sie einfach eine kurze Mail mit dem Betreff »Bioprojekt 9a« an andreas (punkt) kalt (at) kgn (punkt) name. Ich werde Ihre Kommentare dann den Schülerinnen und Schülern weiterleiten.

Andreas Kalt