Beiträge

Ausflug der Unterstufen-Theater-AG

Die Unterstufentheater-AG besuchte am 15. November das Stadttheater Freiburg und tauchte in die Welt von Pippi Langstrumpf ein. Die kreative Inszenierung, das beeindruckend multifunktionale Bühnenbild und die musikalische Untermalung liefern unzählige Anknüpfungspunkte für die eigene Theaterarbeit im Rahmen der AG. Will man wirklich nie erwachsen werden? Ist Freundschaft denn das Wichtigste im Leben? Kann auch ein Tier dein/e beste/r Freund/in sein? Gibt es echt noch Seeräuber und schlafen die Menschen in manchen Ländern tatsächlich verkehrt herum in ihren Betten? Diese und viele andere im Stück aufgeworfenen Fragen werden –  begleitet von den eingängigen Liedern – noch einige Zeit nachklingen.

Design, Architektur und Herbstsonne

Die SchülerInnen des Leistungskurses Bildende Kunst der KS 2 waren am 11.10.2021 auf dem Gelände des Vitra Design Museums in Weil unterwegs. Zu zweit wurden die bekannten Bauten von Frank O. Gehry, Tadao Ando und Zaha Hadid vorgestellt. Anschließend besuchten alle die Austellung über Frauen und Design. Im Vitra Wohnungsdepot erforschten alle neue Gestaltungsideen für die Schule und das eigene Zuhause. Eine schon seit längerem geplante Exkursionen konnte endlich bei bestem Herbstwetter durchgeführt werden.

Chemie Neigungskurs auf Tätersuche

Am 06.07. 2021 hat der Chemie Neigungskurs im Schullabor Bad Krozingen einen fiktiven Mordfall gelöst. Es gab DNA-Proben von drei Verdächtigen, die mit einer DNA-Probe des Tatorts abgeglichen werden sollten.

Die Methode, mit der der Täter identifiziert wurde, heißt DNA- Fingerprinting. Aus rechtlichen Gründen wurde aber keine menschliche DNA, sondern die von Bakterien verwendet. Während der Wartezeit gab es einen Theorieteil, und dann konnte er Täter auch endlich identifiziert.

Der LK Geschichte (KS1) zu Besuch im Haus der Geschichte

Am Ende eines Schuljahres, in dem wir viele Einschränkungen erfahren mussten, ging für den Leistungskurs Geschichte noch einen Wunsch in Erfüllt: Der Besuch im Haus der Geschichte des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart. Hier konnten wir auf 200 Jahre Landesgeschichte zurückblicken und diese mit den im Laufe des Schuljahres durchgenommenen Inhalten verknüpfen. Beginnend mit dem Reichdeputationshauptschluss, über die Zeit des Vormärz und der 48er Revolution, konnten wir die Einbindung des Südwestens in den Nationalstaat nachvollziehen. Besonders beeindruckend waren die multimedialen Darstellungen der zwei Weltkriege, aber auch die detaillierte und anschauliche Ausstellung zur RAF im Südwesten.

Sehr interessant gestaltet waren auch die Sonderausstellungen. „Gier, Liebe und Hass“ – das sind die Themen der neuen Sonderausstellung, deren erster Teil sich mit der Gier befasst. So erfuhren wir über Verbrechen in der Kolonialzeit, finanzielle Betrügerei, aber auch was die Gier nach Aufmerksamkeit und Likes in sozialen Netzwerken mit uns macht. Auch die Sonderausstellung zum Thema Stauffenberg konnte der Kurs besuchen und so mehr über die kontrovers diskutierte Person des Hitler-Attentäters erfahren.

Am Ende konnten wir noch mit einem Burger und einem Orangen-Basilikum-Durstlöscher auf die gelungene Exkursion anstoßen und dabei die Eindrücke des Erlebten austauschen.

Marlon Tritschler, KS1

Fast wie im Urlaub – Der Leistungskurs BK in Basel

Am 27.07.2021 besuchten die SchülerInnen des Leistungskurses Bildende Kunst endlich mal wieder ein Museum: die Antikensammlung in Basel.

Obwohl die Ausstellung nicht sehr umfangreich war, so gab es doch viel Interessantes zu sehen. Vor allem ägyptische Mumien, Skulpturen und Plastiken aus der griechischen Antike ließen manches Gelernte greifbarer werden. Nach einem Picknick im Museumsgarten gingen alle noch auf den Münsterberg, besichtigten die Kirche und bummelten über dem Rheinufer entlang – fast wie im Urlaub.

LK Geographie unternimmt Exkursionen an den Feldberg und in die Wutachschlucht

Nach einem Schuljahr, das von viel Zeit in den eigenen vier Wänden geprägt war und in dem es wenige schöne Gruppenerlebnisse gab, unternahm der Leistungskurs Geographie der Kursstufe gegen Ende des Schuljahres noch zwei Exkursionen. So konnten die Schüler:innen einerseits das theoretisch erarbeitete Wissen auch mal an realen Beispielen am Feldberg und in der Wutachschlucht anwenden und außerdem konnten Sie jeweils einen Tag als Gruppe erleben, was die Zeiten des weitgehenden Alleine-Lernens zu Beginn des Schuljahrs hoffentlich wenigstens ein wenig kompensiert hat.

BK Leistungskurs zu Besuch in der Fondation Beyeler in Basel

Zum Wandertag am 30.09. 20 sind die Schüler des LK BK von Weil am Rhein nach Basel Riehen gewandert. Ein Teil des Weges geht entlang des Kunstpfades Rehberger Weg, wo man mehr oder weniger interessante Skulpturen sehen kann. Das eigentliche Ziel ist zunächst kaum wahrzunehmen, weil das Museum Fondation Beyeler vom Architekten Renzo Piano harmonisch in die Landschaft eingefügt wurde. Zur Zeit kann man dort Kunstwerke besichtigen, die sich mit Ruhe, Stille, Schlaf oder letzte Ruhe auseinandersetzen. Die Schüler empfanden das Gebäude und den Park als sehr erholsam, entspannend. Werke der klassischen Moderne und Gegenwartskunst waren interessant zusammengestellt. Bilder und Skulpturen von Monet, van Gogh, Giacometti oder Gerhard Richter haben einige hier das erste Mal im Original gesehen … und das Wetter bot auch Gelegenheit für ein Picknick im Park.

Sportprofil Klasse 9: Exkursion in die Pyrenäen

Vom 14. Juli bis zum 19. Juli reiste das Sportprofil der 9. Klasse im Rahmen einer erlebnispädagogischen Expedition nach Südfrankreich in die Ostpyrenäen.

Am Sonntag um ca. 20 Uhr ging es, nach wochenlanger Organisation und Vorbereitung endlich los in Richtung Süden. Wir fuhren mit dem Flixbus von Freiburg bis kurz vor die spanisch-französische Grenze nach Perpignan, wo wir einen Anschlussbus nach Vernet les Bains nahmen. Die 2 Stunden Aufenthalt dort nutzten wir zum Einkaufen für die nächsten Tage. Aufgrund der durchaus ausbaufähigen Bequemlichkeit der Schlafpositionen in Reisebussen und den daraus folgenden Schlafmangel, kamen wir ziemlich erschöpft aber auch sehr zufrieden am Campingplatz an. Anschließend bauten wir unsere Zelte auf, verbrachten die frei Zeit am Pool und mit Kartenspiele, bis wir um 17:30 Uhr mit dem Kochen anfingen.

Am Folgendem Tag wurden wir bereits um 4:30 Uhr aus den Zelten gescheucht, damit wir uns für die lange Wanderung auf den Pic du Canigou fertig machen konnten. Um 6 Uhr liefen wir dann den Sonnenaufgang bewundert los. Kurz nach der längeren Frühstückspause, liefen wir einen der steilsten und längsten Aufstiege hoch. Um ca. 13:30 Uhr nach vielen Stunden anstrengender Wanderung sahen wir endlich den 2783m Gipfel, wobei wir beinahe 2 Stunden brauchten bis wir an der letzten Hürde vor dem Ziel ankamen: ein kurzer Kletterabschnitt, welcher von Vielen als bester Teil bewertet wurde. Als erste Sportprofilklasse des KGNs kamen alle Schüler, bis auf ein Paar die krankheits- oder verletzungsbedingt am Campingplatz oder zu Hause bleiben mussten, oben am Gipfel an! Auch der Schulrekord von 47 Liegestützen oben auf dem Berg wurde gleich zweimal von Joel mit 51 und Hanna mit 52 Liegestützen geschlagen. Nach dem Bewundern der Aussicht, dem aufhängen unserer Flagge und dem Schießen vieler Fotos ging es schließlich wieder bergab in Richtung Campingplatz, wo wir dann auch um 22 Uhr mit schmerzenden Beinen, müde, allerdings auch sehr stolz ankamen. Dort wurden wir von unseren drei Mitschülern, die leider nicht mitkommen konnten, nicht nur mit Pizza aus dem Restaurant, sondern auch mit mousse au chocolat, die sie extra für uns gemacht haben, empfangen.

Den darauf folgenden Morgen verbrachten wir mit faulenzen und Gemeinschaftsspiele. Um die Mittagszeit liefen wir runter nach Vernet les Bains, wo wir einen Bus nach Villefranche De Conflent nahmen, um die kostenfreie Tropfsteinhöhle Cova Bastera zu besichtigen. Danach bummelten wir noch ein bisschen durch die Gassen der von Mauern umringten Kleinstadt. Daraufhin fuhren wir zurück nach Vernet les Bains, wo wir die Gelegenheit nutzten um nochmals einkaufen zu gehen. Neben den Lebensmitteln kauften bzw. bekamen wir ein paar Lindt Hasenohren geschenkt, die bis zur Rückfahrt, rund um die Uhr, abwechselnd jemand aus der Gruppe anhatte. Nachdem wir die Einkäufe bergauf nach Casteil auf den Campingplatz schleppten, kochten wir wieder in Kleingruppen und packten soweit es ging schon alles für die Abreise zusammen.

Donnerstag den Tag der Abreise verbrachten wir hauptsächlich im Bus, zunächst auf den Weg nach Perpignan und anschließend noch zum Strand in Argelès sur mer, was eine tolle Abwechslung zur Bergluft war. Als wir wieder nach einer Busfahrt, erneut am Bahnhof von Perpignan ankamen, gingen wir beim Döner zu Abend essen, wobei ein paar auf das Gepäck aufpasste. Um 22:00 Uhr ging es dann schließlich mit dem Reisebus wieder nach Freiburg, wo wir aufgrund des etwas fragwürdigen Fahrstiles des Busfahrers mit zweiundeinhalb Stunden Verspätung ankamen.

Insgesamt war es für alle ein nervenaufreibendes aber vor allem unglaublich schönes Abenteuer und da wir die Geduld und die Bereitschaft der Lehrer keinesfalls für selbstverständlich halten, wollten wir uns noch ganz herzlich bei Frau Zimmermann, Herr Fink und Herr Torres bedanken!

Chemiekurs schwitzt im Unilabor

Am Mittwoch, den 26. Juni 2019 ging es für den vierstündigen Chemiekurs an die Uni nach Freiburg. Im Chemieinstitut bekamen die Schülerinnen und Schüler Informationen zum Chemiestudium und zu Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Chemie. Danach ging es zu einer Führung durch die einzelnen Abteilungen der Chemie, bei der auch viele Analysegeräte erklärt wurden.

Nach einer Stärkung in der Mensa stand eine Chemievorlesung auf dem Plan  und anschließend ging es ins Analytikpraktikum. Bei über 30°C im Labor, ausgestattet mit langer Hose und Labormantel kamen alle ganz schön ins Schwitzen. Doch trotzdem fanden alle, dass der Schnuppertag an der Uni ein tolles Erlebnis war!

 

Besuch des Neigungskurses Französisch KS1 bei der Bürgermeisterin von Chalampé

Am 22. 5. 19 machte sich der Neigungskurs Französisch aus der KS1 auf den Weg nach Chalampé, um sich mit der Bürgermeisterin zu treffen. Im Voraus hatten wir uns interessante Fragen für Mme Laemlin erarbeitet. Nach Fragen zu ihrer Person und ihrem Beruf wurden wichtige politische Themen angesprochen, unter anderem zu ihren vergangenen und zukünftigen deutsch-französischen Projekten. Auch die aktuelle Thematik der „Fridays for future“-Bewegung wurde angesprochen, welche sie unterstützt und für eine gute Möglichkeit der politischen Partizipation hält.
Auch das altbekannte Problem des hohen Autoverkehrs in der Grenznähe wurde angesprochen. Wobei es ihrer Meinung nach noch kein Problem, sondern eine Möglichkeit für beide Seiten darstellt. Einmal, um andere Produkte im Nachbarland zu erwerben, andererseits, um sich möglicherweise auszutauschen.

Auch das seit 10 Jahren als Gesprächsthema im Gemeinderat vertretene Ausbauen der Rheinbrücke wurde besprochen. Mme Laemlin würde es unterstützen, damit wären aber sehr hohe Kosten verbunden. Allerdings wird 2020 der Fahrradstreifen durch eine Passerelle erweitert werden.

Zu guter Letzt sprachen wir noch über dein sehr wichtiges, aktuelles Thema : die Schließung von Fessenheim. Sie vertritt ebenso die Meinung, dass es abgeschaltet werden sollte, äußert aber ihre Bedenken, woher die Energie danach herkommen soll, da ein sehr großes Gebiet an Fessenheim hängt, welches auch danach immer noch abgedeckt werden muss. Diese Überlegung hätte man im Vorfeld längst anstellen sollen.

Nach einer intensiven Stunde mussten wir uns, trotz weiterer Fragen, verabschieden. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Gespräch sehr interessant und aufschlussreich war.

Maria Lastella, Sarah-Lea Kuner und Marie Nöller

Ein Mord ist geschehen: KGN-Kursstufe überführt den Täter in nur dreieinhalb Stunden!

Am Mittwoch, den 15. Mai 2019 ging es für den vierstündigen Chemiekurs und den zweistündigen Biokurs nach Bad Krozingen ins Schullabor des BioValley College Network Projekts, um einen Mordfall mit Hilfe des DNA-Fingerprints zu klären. Unter dem Motto „ .. denn früher oder später kriegen wir jeden Täter“ bekamen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeitsweise der Molekularbiologen.

Nach dem enzymatischen Zerschneiden der DNA-Proben und anschließender elektrophoretischer Auftrennung der Fragmente konnte der Täter klar ermittelt werden. Da die entstehenden Bandenmuster personenspezifisch sind, eigenen sich genetische Fingerabdrücke in der Kriminalistik zur Täterermittlung, aber auch für Vaterschaftsnachweise.

Neigungskurs BK in Basel bei Picasso

Am 3. April war der Neigungskurs BK  bei der Fondation Beyeler in Riehen, Basel, zu Besuch. Die Fondation hat in ihrem minimalistischen, von der Natur umgebenen und vom berühmten Architekt Renzo Piano entworfenen Gebäude eine besondere Ausstellung anzubieten: “Der junge Picasso, Blaue und Rosa Periode”. Wie der Name schon sagt, bei dieser Ausstellung hatte der Neigungskurs BK KS1 die Gelegenheit, den weltbekannten Künstler näher kennen zu lernen. Durch diesen künstlerischen Spaziergang von seiner Jugend bis zu seinem Alter ist in seinen Werken eine große Entwicklung zu sehen. Von der Blauen Periode, welche sein Leiden wegen des Todes seines besten Freundes widerspiegelt, bis zur Rosa Periode. Nach dieser hat seine Kunst sich so vielfältig entwickelt, dass man nicht glaubt, all die ausgestellten Bilder seien vom gleichen Künstler gemalt. Das liegt auch daran, dass Picasso sich oft von anderen Künstlern inspirieren ließ, z.B. von van Gogh, El Greco, Toulouse-Lautrec usw.

Dies und noch weiteres war nicht nur bei der Betrachtung einiger der schönsten und emotionalsten Picassos zu entdecken, sondern dazu dienten auch ein Film und multimediale Bücher, durch welche man auf eine interaktive Art und Weise direkt in Kontakt mit Picassos Welt treten konnte. Obwohl das Wetter nicht so schön und das Fotografierien nicht immer möglich war, hatten wir insgesamt eine interessante und angenehme Exkursion.

Unser besonderer Dank gilt dem Förderverein unserer Schule, der es mit einer großzügigen Unterstützung ermöglichte, dass wir diese Ausstellung besuchen konnten!

Maria Lastella, KS1a

Neigungskurs BK auf Kunsttour in Freiburg

Freiburg hat viel Kunst zu bieten! Davon überzeugten sich am 30. 01. 2019 die SchülerInnen des Neigungskurses BK aus der Kursstufe 1. Zunächst besuchten wir das Augustinermuseum, wo wir nach Porträts Ausschau hielten und einen kurzen Eindruck von der mittelalterlichen Kunst mitnahmen. Die nächste Station war die grafische Sammlung im gleichen Haus. Auch hier besprachen wir ein Selbstporträt – dieses Mal vom norwegischen Künstler Edvard Much.

Den nächsten Sprung in eine andere Zeit versuchten wir dann im Museum für Neue Kunst. Voller Eindrücke und Informationen hatten wir am Ende des Vormittags in der museumspädagogischen Werkstatt noch die Möglichkeit zum Fotografieren von Gruppenporträts. Insgesamt eine interessante Sache, auch das Fotografieren und Verkleiden hat Spaß gemacht – aber Vertiefen und in Ruhe schauen war nicht immer möglich.

Nach einer guten Stärkung in der Freiburger Markthalle ging es dann noch einmal in die Munch-Ausstellung und ins Freiburger Münster. Zwar war zunächst draußen der Wind eiskalt, aber die Führung durch Frau Zumbrink ließ alle staunen, wie sehr Kunst schon immer das Leben geprägt hat, welche Geschichten eine einzige Skulptur erzählen kann und wie man über Kunst immer im Gespräch bleibt.

Susanne Krummrich

Chemiekurs des KGN zu Besuch bei Losan Pharma

Bereits zum zweiten Mal durfte ein Neigungskurs Chemie mit seiner Lehrerin Andrea Wolf die Firma Losan Pharma im Gewerbegebiet in Neuenburg besuchen. Dort wurde der Kurs am Mittwoch, den 14. November 2018, durch die Produktion und Forschungs- & Entwicklungslabore geführt und erhielt viele, hoch interessante Einblicke in die Arbeit der Losan Pharma.

Hier ein Bericht von Louisa von der Mark (KS1):

Nach einer Sicherheitsunterweisung ging es für eine Gruppe durch eine Schleuse in die Produktion. Dort verfolgten sie den Weg einer Brausetablette von den angelieferten Rohstoffen bis zur endgültigen Verpackung. Auch konnten sie sehen, wie der Beipackzettel genauso in die Packung gesteckt wird, dass er immer obenauf liegt und nicht zerknickt ist. Ihnen wurde auch erklärt, wie vermieden wird, dass sich die pulvrigen Produkte miteinander vermischen, wenn die Tür aufgemacht wird. Es herrscht nämlich auf den Fluren in der Produktion höherer Druck als in den Arbeitsräumen, so dass immer Luft in den Raum hinein fließt und somit nichts des Produktes entkommen kann.

In den Laboren durfte in dieser Zeit der andere Teil des Kurses, ausgerüstet mit Schutzbrille und Labormantel,  sich die allseits sehr beliebten ‚Zaubermaschinen‘ ansehen, von denen eine allein schon schlappe 120 000 € oder mehr kostet. Diese Zaubermaschinen sind sogenannte Hydrophobe Interaktionschromatographen (kurz HIC), die den Chemikern die Arbeit um einiges leichter machen. Die Losan Pharma investiert aber auch in neue, noch bessere, schnellere UHCIs, die die Arbeit der HCIs in viel kürzerer Zeit erledigen können.

Außerdem machten die Schüler Bekanntschaft mit Mikrowagen, für die man in der Chemie-laborantenausbildung erst einmal ein ruhiges Händchen entwickeln muss, denn hier ist höchste Präzisionsarbeit mit dem Spatel gefragt – und das unter einer Glashaube, damit keine gefährlichen Chemikalien ins Gesicht des Laboranten kommen und es nicht zu Verunreinigungen kommt.

Gezeigt wurden auch die Schüttelmaschinen, die das Schütteln und Schwenken der Proben übernehmen und das ohne Beschwerden auch mal gerne für sechzig Minuten oder länger. Die Schüler lernten auch einige Methoden kennen, wie die Laboranten den menschlichen Körper simulieren, um herauszufinden, ob das Medikament auch dort wirkt, wo es wirken soll, und ob es lang genug wirkt. Erstaunt waren die Schüler, dass man als Chemielaborant den ganzen Tag bei der Arbeit steht.

Interessant war auch, dass die Laboranten der Forschung & Entwicklung nicht selbst an neuen Wirkstoffen forschen, sondern sie diese von den Kunden der Losan Pharma bekommen. Ihre Aufgabe ist es nun zu erforschen, wie sie den Wirkstoff des Kunden in die gewünschte Darreichungsform bringen können, sodass er immer noch richtig wirkt. Dabei sind sie auf orale, d. h. über den Mund aufgenommene, Darreichungsformen spezialisiert, sie verpacken das Medikament also in Tabletten, Kapseln oder Sticks.

Losan Exkursion 2018

Nach einem Tausch der Gruppen wurde am Ende der Führungen auch für das leibliche Wohl des Chemiekurses gesorgt und es wurden weitere Fragen beantwortet. Es kam dabei zu interessanten Gesprächen über die Geschichte der Losan Pharma. So erfuhr der Kurs,  wie die drei Gründer in einem Container auf einer Wiese ihr Unternehmen begonnen hatten,  das zwanzig Jahre später 500 Leute beschäftigt, nach Eschbach und Frankfurt expandiert hat und ihre Produkte in ganz Europa, der  USA und bald Brasilien exportiert.

Auch die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Losan Pharma wurden vorgestellt: Es wird bloß alle drei Jahre ein Azubi eingestellt pro Fachabteilung (Chemie, PTA, etc.) und während diesen drei Jahren kümmern sich alle Angestellten dieser Abteilung um diesen Auszubildenden und sorgen für sein Wohlergehen. Auch stehen die Chancen, anschließend von der Losan Pharma übernommen zu werden, sehr hoch.

Alles in allem war es ein sehr interessanter und informativer Vormittag bei der Losan Pharma, den die Schüler dort verbringen durften und es wurden viele positive Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen. Nicht zuletzt die Erfahrung, wie man einen Einweg-Schutzanzug für die Besichtigung der Produktion richtig und ohne Risse anzieht.

Bist du ein Supertaster?

Chicorée, dunkle Schokolade oder Kaffee sind für die einen ein Genuss, für andere einfach nur bitter und somit ungenießbar. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über den Genotyp, die genetische Ausstattung, nicht. Bist du also ein Supertaster? Ein Besuch bei Novartis brachte den Kursstufenschülerinnen und -schülern des Neigungsfachs Biologie die Antwort und einen Einblick in wichtige Arbeitsweisen der Biologie. 

Kaum hatte das Schuljahr begonnen, ging es bei bestem Wetter mit dem Zug auf eine erste Exkursion nach Basel zum Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis. Nach einer kurzen Begrüßung an der Pforte und mit Gästeausweisen bestückt,   durften wir auf das Werksgelände. Das Unternehmen hat dort ein eigens eingerichtetes Schülerlabor, das von unserer großen Gruppe mit 24 Schülerinnen und Schülern bis auf den letzten Platz belegt war.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Nachwuchsbiologen in einem ersten Praxisblock ihre genomische DNA aus ihren Mundschleimhautzellen extrahieren. Besonders Spaß machte hier das Arbeiten mit der Eppendorf-Pipette, die unfassbar kleine Mengen von 0.001 ml per Knopfdruck aufnimmt und wieder entlässt – was allerdings etwas Übung bedarf. Oder der Vortex-Mischer, der Flüssigkeiten auch in dieser Größenordnung entspannt schüttelt, rüttelt und vermischt. Das Arbeiten mit so kleinen Mengen und das saubere Durchführen der Arbeitsschritte hat den Schülerinnen und Schülern vollste Konzentration abverlangt. Falls doch mal Fragen auftauchten, war schnell einer der Betreuer zur Stelle, sodass jeder am Ende seine DNA aufgeschlossen hatte.

Im zweiten Praxisblock wurde aus nur einem gewonnen DNA-Molekül ein gezielter Abschnitt darin mittels Polymerase Kettenreaktion in 90 Minuten auf 35 Milliarden kopiert. Genug Zeit für ein Mittagessen, während im Labor die Maschine kopiert.

Unser kopierter Abschnitt hat den Namen TAS2R39 und stellt die Bauanleitung für einen von 25-30 chemischen Empfängern (Rezeptor) von Bitterstoffen auf der Zunge dar. Personen, die diesen Rezeptor nicht haben, können eine Facette des Geschmacks Bitter nicht schmecken. Besitzen wir die Bauanleitung für den Rezeptor von beiden Elternteilen, so sind wir Supertaster, wir haben nämlich viele der Rezeptoren auf der Zunge.

Aber wie macht man etwas in der DNA sichtbar, das viel zu klein ist um es sehen zu können? Man kopiert die DNA bis eine ausreichende Menge entsteht, schneidet mit molekularen Scheren (Enzymen) die DNA in Stücke, trennt das Gemisch auf und betrachtet es unter Fluoreszenzlicht. Und so brachte der zweite Praxisblock Gewissheit über unseren Genotyp. In einem Selbstversuch konnte dies nun mit einer Geschmacksprobe überprüft werden.

Mit vielen Einblicken zum Arbeiten im Labor und bei manchem Teilnehmer mit einem bitteren Geschmack auf der Zunge ging es schließlich zurück ans KGN.