Faszination Aletschgletscher – Geographie-Leistungskurs auf Exkursion im Wallis
Vom 19. bis 21. Juli machte sich der Geographie-Leistungskurs mit Herrn Kalt und Frau Buchdunger auf den Weg ins Wallis, um die beeindruckende Gletscherlandschaft der Alpen nicht nur aus dem Schulbuch, sondern hautnah zu erleben.
Bereits am Sonntagmorgen startete die Exkursion in Richtung Schweiz. Ziel war die malerisch gelegene Villa Cassel auf der autofreien Riederalp – heute das Naturschutzzentrum von Pro Natura. Hoch über dem Aletschgletscher bot die historische Villa einen perfekten Ausgangspunkt für die kommenden Tage.
Der Höhepunkt der Exkursion folgte am Montag: Von der Moosfluh führte der Weg hinunter bis an den Rand des Großen Aletschgletschers. Gemeinsam mit einem erfahrenen Bergführer legten die Schülerinnen und Schüler Steigeisen an und betraten schließlich den größten Gletscher der Alpen. Zwischen tiefblauen Gletscherspalten, Schmelzwasserbächen und gewaltigen Eisformationen tauchte der Kurs in eine faszinierende Landschaft ein, die sonst nur aus Lehrbüchern bekannt ist. Zahlreiche glaziale Formen wie Moränen, Rundhöcker oder Gletscherschliffe konnten direkt vor Ort wiederentdeckt und eingeordnet werden – eine ideale Vorbereitung auf das Geographie-Abitur.
Nach einem langen und anspruchsvollen Tag kehrte die Gruppe zwar erschöpft, aber glücklich und stolz zur Villa Cassel zurück. Den Abschluss bildete der Besuch der Ausstellung zum Klimawandel in den Alpen, die eindrucksvoll zeigte, wie stark sich der Aletschgletscher in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und welche Folgen der Gletscherrückgang für Mensch und Natur mit sich bringt.
Am Dienstag stand schließlich die spektakuläre Massaschlucht auf dem Programm. Über Jahrtausende hinweg wurde sie von den gewaltigen Schmelzwassermassen des Aletschgletschers geformt. Ein besonderes Highlight war die Überquerung der imposanten Hängebrücke, die eindrucksvolle Ausblicke in die Schlucht ermöglichte. Inhaltlich beschäftigte sich die Exkursion hier mit der Wasserversorgung im Alpenraum – von historischen Bewässerungssystemen bis zu den Herausforderungen, die der Klimawandel für die zukünftige Wasserverfügbarkeit mit sich bringt.
Die drei Tage im Wallis machten deutlich, wie wertvoll außerschulisches Lernen sein kann: Geographische Prozesse wurden direkt erfahrbar, theoretisches Wissen mit der Realität verknüpft und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung der Alpen als sensiblen Natur- und Lebensraum geschärft. Eine Exkursion, die allen sicherlich ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein des KGNs und der Vector-Stiftung für die großzügige Unterstützung dieser Exkursion.













