Semur-Austausch 2019 – Besuch in Semur

Teil 1: Schüler der 8. Klassen besuchten Semur-en-Auxois vom 02.06. bis 07.06.2019 (zum Teil 2)

„Will noch jemand Gummibärchen?“ — Wir, die Gruppe der deutschen Austauschschüler saßen am Sonntag, dem 2. Juni 2019 um 16:00 Uhr bereits im Zug nach Semur-en-Auxois, als Anfragen wie diese zu kursieren begannen. Nicht lange danach folgten Fragestellungen wie: „Wann kommen wir an?“ und „An welcher Station müssen wir umsteigen?“. Frau Fusco und Frau Neuland, die uns alle anführten, stiegen mit uns in Dijon um und in Semur, nach einiger Verspätung, schließlich auch aus. An diesem Abend begegneten wir erstmals unseren Gastfamilien, tauschten Geschenke und Nachfragen aus, und die einen oder anderen trafen sich sogar noch auf dem Stadtfest, das an diesem Abend seinem Ende entgegensah.

Am nächsten Morgen war sogleich ein Treffen mit allen anderen Deutschen angesetzt, und danach begann der Ernst des Austausches: Beteiligung am französischen Unterricht! In kleinen Gruppen von drei bis sechs Schülern hatten wir Neuenburger bis zum Nachmittag mit den Klassen der Cinquième und Quatrième (Was der 7. und 8. Klassenstufe in Deutschland entspricht) verschiedene Unterrichtsfächer wie Englisch, Kunst und auch Französisch, in denen wir uns mehr oder weniger gut beteiligen konnten. Diesen Abend verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern.

Als wir uns am Tag darauf im Collège Christiane Perceret trafen, ging es sogleich weiter mit dem Bus nach Nuit-St. Georges, einem Städtchen wo wir die Cassis-Fabrik Vedrenne besichtigten. Wir bekamen eine Filmvorführung und danach eine geführte deutsch-französische Tour durch die Fabrikhallen, bevor wir uns der Verkostung widmen durften.

Weiter ging es danach in die nahegelegene Ortschaft Beaune, wo wir, nach einem Picknick, in kleinen Gruppen selbst durch das malerische Städtchen pilgerten.

Den Mittwochvormittag, an dem auch Frau Haueisen zu uns stieß, die Frau Neuland ersetzte, verbrachten wir dann wieder in der Schule. Nachmittags war für alle frei, und jeder von uns unternahm etwas mit seiner Gastfamilie. Manche besuchten Museen oder Zoos, andere die Familie des Austauschpartners und wieder andere gingen ins Schwimmbad.

Mit einer deutsch-französischen Sportstunde begannen wir den darauffolgenden Donnerstag, hatten danach noch einmal Unterricht und dann ging es nach der Mittagspause mit einer Audienz bei der Bürgermeisterin Semurs, Mme Sadon, weiter, vor der wir Deutschen die zuvor mit den Franzosen einstudierte Europahymne (auf französisch: l’ode à la joie) zum Besten gaben und dafür mit Getränken und Gebäck entlohnt wurden. Von Mme Duchesne, der offiziellen Stadtführerin von Semur, bekamen wir im Anschluss im Rahmen ihrer Berufstätigkeit noch ein Stückchen der Stadtgeschichte mit auf unseren eindrucksreichen Weg durch eine Woche in einer fremden Stadt, in einer fremden Familie und nicht zuletzt in einer fremden Sprache, welcher am Freitagvormittag auf dem Bahnsteig der netten Stadt in der Nähe von Dijon mit dem Namen Semur sein Ende fand.

Emma Eisenbarth, Klasse 8b