Wir leben die deutsch-französische Freundschaft – ein Tag in Ottmarsheim
Wir waren mutig. Wir – das waren 30 SchülerInnen aus der 7c und 7b, die zuversichtlich waren, den Weg zum Collège Théodore Monod in Ottmarsheim auch zu Fuß stemmen zu können. So überquerten wir am frühen Morgen den Rhein, schritten vorbei an schwer bewaffneten Grenzbeamten, hinüber zu unserem Nachbarland. In einer Stunde erreichten wir die Schule, deren schweres Eisentor sich direkt vor uns öffnete, nachdem uns der kleine Hugo die Klingel gezeigt hatte. In dieser nach außen abgeriegelten Schule herrscht eine ganz andere Atmosphäre als bei uns. Nach einem kleinen Empfang bei Kaffee, Saft und Kuchen zeigten uns unsere elsässischen AustauschschülerInnen ausführlich ihre Schule und wir wurden in zwei Gruppen nacheinander zur alten Abteikirche geführt, wo uns Graf Rudolph in einem prächtigen Kostüm schon erwartete, um uns stolz sein „Meisterwerk“ , eine Kopie des achteckigen Aachener Kaiserdoms, zu zeigen. Diese Führung war in der Tat sehr unterhaltsam. Ein Picknick im Park des ehemaligen Klosters war danach vonnöten, um uns bei ein paar Spielen auf dem Rasen von den Strapazen des Vormittags zu erholen. Danach tauschten wir uns aus zu den Unterschieden unserer Schulen und der beiden Schulsysteme. Als jedoch Musik vom Schulhof ins Klassenzimmer drang, und wir einige SchülerInnen beim Tanzen beobachteten, hielt uns nichts mehr in den Stühlen, und wir entflohen der Hitze des Klassenzimmers und einige von uns tanzten mit ihnen im Schatten des Schulhofs. Die surveillantes legten sogar, eigens für uns, noch einen deutschen Hit auf. Dennoch waren wir froh, am nächsten Tag wieder in unsre schöne moderne Schule zurückzukehren…






