„Wir überschreiten Grenzen, grenzenlos über Grenzen“ – Begegnung in Straßburg
Mit diesen Worten aus dem Lied „Grenzgänger“ begann für unsere Zehntklässler am Tag vor den Osterferien ein ganz besonderer Ausflug – das Wiedersehen mit der Klasse des Lycée Fénelon aus Paris, die wir bereits im vergangenen Jahr in der französischen Hauptstadt besucht hatten.
Passender hätte der Ort kaum sein können: Auf der Passerelle des Deux Rives, jener Brücke zwischen Deutschland und Frankreich, die wie kaum eine andere für Verbindung und Verständigung steht, liefen sich die beiden Gruppen symbolisch zum Lied „Grenzgänger“ entgegen. In der Mitte der Brücke kam es zu einem herzlichen Wiedersehen mit vielen strahlenden Gesichtern und Erinnerungsfotos.
Anschließend wurde Europa ganz praktisch erkundet: Eine Schnitzeljagd durch das Europaviertel führte die SchülerInnen zu verschiedenen zentralen europäischen Institutionen. Ausgehungert von der Bewegung und der Frühlingssonne folgte ein gemeinsames Picknick im Park– stilecht mit französischem Käse und frischem Baguette.
Gestärkt ging es weiter in die historische Altstadt, wo das imposante Straßburger Münster wartete. Dank der von Herrn Herbers vorbereiteten Audio-Tour konnten die SchülerInnen die Geschichte des Bauwerks selbstständig entdecken. Die besonders Sportlichen wagten sich sogar auf den 66 Meter hohen Turm – und wurden mit einem beeindruckenden Blick über Stadt und Rhein belohnt.
Zum Abschluss blieb noch Zeit, Straßburg in gemischten Kleingruppen mit einem Eis in der Hand zu erkunden. Ein entspannter Ausklang für einen Tag, der einmal mehr zeigte, wie gelebte Grenzüberschreitung aussehen kann.

Auf dem Weg zur Passerelle de Deux Rives“, ein Symbol deutsch-französischer Freundschaft und damit ein Symbol für den Frieden in Europa, waren wir an jenem sonnigen Morgen sehr gespannt, rechtzeitig unseren PariserAusstauschschülerInnen auf der Brücke entgegen zu gehen. Wir hatten mit ihnen in Paris bereits eine schwierige Zeit der deutsch-französischen Geschichte aufgearbeitet. Nun gingen wir mit dem Gefühl, diesen Teil der Geschichte hinter uns lassend, hinüber nach Frankreich….. diese Begegnung war ein befreiender und fröhlicher Moment …

Bericht: Lea Weise/Katja Calderon
