“Ein Blick” in die junge deutsche Geschichte

Um Schülern und Schülerinnen der Klasse 10 und aufwärts sowie auch einigen interessierten Lehrern jüngste deutsche Geschichte zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls näherzubringen, lud das KGN am Mittwoch vor den Herbstferien Ingo Espenschied mit seinem Multi Media-Vortrag passend zum Thema ein. Organisiert und finanziert wurde die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung Freiburg. Dieser verfehlte sein Ziel, junge Leute für Politik zu begeistern, nicht und zog alle Anwesenden durch die abwechslungsreiche Präsentation der wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen Deutschlands nach dem 2.Weltkrieg bis zum 9. November 1989 in den Bann.

Angefangen beim Ende des 2. Weltkriegs und der Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen bis zum Tag des Mauerfalls, der den ersten Schritt in Richtung des vereinigten Deutschland von heute bedeutet, thematisierte der Vortrag nicht nur bedeutende Ereignisse in Politik und Wirtschaft, sondern auch in der Gesellschaft. Wie und warum in der DDR bei vielen der Wunsch nach einem Leben im Westen und in der damit verbundenen Freiheit wächst, wie anfangs kleine spontane Aufstände zu großen Protestbewegungen für mehr Freiheit, Demokratie und ein vereintes Deutschland werden. Dann wirft Herr Espenschied einen Blick auf die Zeit direkt nach dem Mauerfall, in der politische Stimmen außerhalb Deutschlands sich gegen die Wiedervereinigung aussprechen, Helmut Kohl aber, nicht zuletzt auch bestärkt durch den Rückenwind von Seiten der Bevölkerung, an der Idee eines vereinten Deutschlands festhält, bis es am 3. Oktober 1990 dann zur endgültigen deutschen Wiedervereinigung kommt. Während des gesamten Vortrags gelang es Herrn Espenschied das richtige Maß an Sachlichkeit und Objektivität bezüglich der politischen Ereignisse zu halten und trotzdem auch die Emotionalität, die bei einem geschichtlich für uns so bedeutendem Ereignis auch heute noch mitschwingt, zu übermitteln.

Der MultiMedia-Vortrag überzeugte durch die geschickte Einsetzung von einerseits visuellen, andererseits auch musikalischen Impulsen, wodurch den vorgetragenen Ereignissen mehr Leben eingehaucht wurde.

Im Anschluss an den von Bildern und Videos begleiteten Vortrag lud Herr Espenschied dann zur Diskussionsrunde mit Fragen oder Anmerkungen ein, die von einigen SchülerInnen und LehrerInnen genutzt wurde, um konkretere Fragen zum Leben in der Diktatur der DDR oder zu Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die Gesellschaft und Politik von heute zu stellen, oder auch um persönliche Eindrücke und wahrgenommene Zusammenhänge anzumerken.

Wir bedanken uns bei Ingo Espenschied für den sehr lebhaften Ausflug in 30-jährige deutsche Geschichte sowie bei Thomas Wolf von der Konrad-Adenauer-Stiftung und Herrn Herbers für die Organisation.

(Vielen Dank für diesen Artikel an Anna Gras)