Preisträger Mathe Känguru-Wettbewerb 2018

Neben den Teilnahmepreisen wurden bereits im April von Herrn Sinn und Herrn Kaiser Sonderpreise an Noah und Benedikt (beide 6b) überreicht. Noah erhielt für seine erzielte Gesamtpunktzahl einen 3. Preis, Benedikt  für den weitesten Kängurusprung (größte Anzahl von aufeinander folgenden richtig gelösten Aufgaben) ein T-Shirt.

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und auf weitere, weite Sprünge im kommenden Schuljahr.

Special Effects am KGN – Theater-Kurs nur zum Schein verletzt!

Am 25.01.2018 erhielt der Theater-Kurs interessante Einblicke in die Welt der Special Effects von Frankenstein und Co. in Hollywood. Anschließend schminkten sich alle mal auf besondere Weise. Mit Mehl, Vaseline und Kunstblut haben sich die Schüler/Innen selbst kleine „Wunden“ am Arm modelliert.

Alles wirkte sehr realistisch und so fiel es im Anschluss daran nicht schwer, kleine Szenen zu spielen, in denen man gelassen oder hysterisch auf seine „Verletzung“ reagiert oder einem anderen in seiner „Not“ hilft. Und das alles hat gar nicht weh getan, sondern sehr viel Spaß gemacht.

Fotos zum Artikel (KGN Zugangsdaten erforderlich)

Gestatten – Rembrandt! BK-Neigungskurs KS II im Augustinermuseum

Am 24.01.2018 besuchte der Neigungskurs BK die sehenswerte Austellung mit Rembrandts Radierungen in der Grafiksammlung des Augustinermuseums Freiburg. Die zum Teil sehr kleinen Druckgrafiken konnten mit einer Lupe bestaunt werden. Dabei beeindruckte vor allem Rembrandts Meisterschaft in dieser Metalldrucktechnik.

Gleichzeitig war der Besuch wie eine kleine Zeitreise in das Goldene Zeitalter der Niederlande. Welche handwerklichen Fähigkeiten diese Drucktechnik verlangt, probierten die Schüler im Anschluss in der Werkstatt des Museums aus und gestalteten dort selbst eine Radierung mit einer Kunststoffplatte. Die Ergebnisse sind in Kürze neben dem Kunstraum zu sehen.

Fotos zum Artikel (KGN Zugangsdaten erforderlich)

 

Känguru Wettbewerb 2018 – Jetzt anmelden!

Der internationale Känguru-Tag ist jedes Jahr der 3. Donnerstag im März. Dieses Jahr der Donnerstag, 15. März 2018.

Der Wettbewerb „boomt“, wahrscheinlich weil so viele Schüler daran richtig Spaß haben. In Deutschland nahmen 1995 rund 200 Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teil, im vergangenen Jahr waren es mehr als 900.000!

Ihr könnt dabei sein, meldet euch dazu bis zum 2. Februar bei eurem Mathe-Lehrer an.

Nähere Infos unter www.mathe-kaenguru.de oder durch den Aushang am PC-Raum.

Purer Genuss auf der Finnenbahn – langer Atem zahlt sich aus!

Bei herrlichem Sonnenschein war es letzte Woche soweit. Die Sportprofilklasse 8c, die im Rahmen ihrer Ausdauer-Unterrichtseinheit bereits am französischen Crosslauf teilnahm, durfte die Finnenbahn des neu angelegten Sportaußengeländes „einweihen“.

So drehten die Sportprofiler unermüdlich über 40 Minuten ihre Runden auf der knapp 200m langen Rindenmulchstrecke um das Multifunktions-Beachfeld.

Außensportgelände

Der Belag war sehr angenehm zu belaufen, die kurze Asphaltfläche beim Eingangstor war das volle Kontrastprogramm für Füße und Waden. Bei kühler, nicht kalter Temperatur, strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf den schneebedeckten Blauen im Hintergrund blühte das Läuferherz auf. Für die Sportlehrerin Claudia Zimmermann-Ruf war das Laufen ein ganz besonderer Genuss, da sie als Organisatorin des Sponsorenlaufs im Juli 2013 sehr vielfältige und noch sehr lebendige Eindrücke in Erinnerung hat. Bei glühender Hitze erliefen damals alle KGN-Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrer eine unerwartet hohe Summe an Spendengeldern, die als Initialzündung dienen sollte, um das Gelände neben der Schule besser nutzen zu können. Dort, wo nun die 50m Tartanbahn inklusive Sprunggrube liegt, erfrischten sich die Läufer damals mit Wonne unter dem aufgestellten Rasensprenger, um sich etwas abzukühlen.

Außensportgelände

Eine gute Ausdauer ist nicht nur Grundlage für jede sportliche Leistung, sondern auch abseits des Sports von Vorteil: von der Projekt-Idee bis zur Realität bedurfte es immerhin 5 Jahre ausdauernden Dranbleibens. Die Sportprofiler, die nun als Erste davon profitierten, waren damals noch gar keine Schüler des KGN. Die aktuellen Zehntklässler waren die Jüngsten auf der Sponsorenlaufstrecke rund um die Schule. Langer Atem zahlt sich aus.

Das neue attraktive Sportaußengelände wird das Sport- sowie das Schulleben am KGN sicherlich vielfältig bereichern und sehr viele fiebern schon dem sonnigen Frühjahr entgegen, wenn das Gelände offiziell eingeweiht wird und dann in vollem Umfang genutzt werden kann.

Exkursion des Neigungskurses Biologie ins Naturkundemuseum

“It is not the strongest of the species that survives, not the most intelligent that survives. It is the one that is the most adaptable to change.”
(
Unbekannt: „Charles Darwin-Quotes“, 09.12.2017)

Mit diesen Worten legte Charles Darwin den Grundbaustein für seine weltberühmte Evolutionstheorie. Zum Abschluss dieses Themas unternahm der vierstündige Biologiekurs der K2 eine Exkursion zum Naturkundemuseum Stuttgart.

In zwei neunzigminütigen Führungen wurden die wichtigsten Bestandteile von Darwins Forschungen anhand von Exponaten, größtenteils durch Fossilien und Nachbildungen, wiederholt, erklärt und fachlich ergänzt. 

Bei der ersten Führung im Museum am Löwentor konnten die Schüler einen Einblick in die Welt der Dinosaurier, sowie die Entwicklung der Wirbeltiere gewinnen. Nach der Mittagspause im Rosensteinpark ging es weiter ins angrenzende Schloss, in dem sich die zweite Führung mit der Vielfalt der Lebewesen, die bis heute durch Evolution entstanden ist, beschäftigte.

Die Kursteilnehmer wurden aktiv in den Besichtigung mit einbezogen und durften ihr bereits im Unterricht erworbenes Wissen einbringen.

Alles in allem war es für die Schüler ein sehr interessanter und aufschlussreicher Tag, bei dem insbesondere das bereits theoretisch angeeignete Fachwissen anschaulich dargeboten wurde. 

Die Museumsexperten verfügten über eine sehr ausgeprägte Kenntnis des Themas, jedoch war die Art und Weise der Vermittlung eher für jüngere oder weniger in das Themengebiet eingearbeitete Ausstellungsbesucher besser geeignet. Trotz allem ist die Ausstellung sehr zu empfehlen.

Außerdem dankt der Kurs dem Museum sowie Herrn Weth für die Ermöglichung dieser faszinierende Eindrücke.

Autoren: Theresa Nafz, Isabell Blechner

Wirtschaftskurs schreibt für „Jugend und Wirtschaft“ der F.A.Z.

„Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ heißt die Kampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, mit der die F.A.Z. seit zwei Jahrzehnten für sich wirbt. In diesem Schuljahr stecken die Köpfe des Wirtschaftskurses KS 1 hinter der Zeitung, denn sie nehmen seit Schuljahresbeginn am Projekt „Jugend und Wirtschaft“ des Bundesverbandes deutscher Banken und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teil.
Wirtschaftsthemen entdecken, recherchieren, Interviews führen und vielleicht sogar einen eigenen Beitrag in einer der bedeutendsten Tageszeitungen Deutschlands wiederfinden: Das erleben die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses beim Schulprojekt.

Derzeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihren Artikeln, deren Thema sie sich selbst ausgesucht haben. Eine erste Fassung dieser Artikel soll noch vor Weihnachten nach Frankfurt geschickt werden, wo die Betreuer des Projekts in den Redaktionsstuben der F.A.Z. ein entsprechendes Feedback geben werden. Angedacht ist auch der Besuch der F.A.Z., wo die eingereichten Artikel in einer Redaktionssitzung mit Redakteuren der F.A.Z. besprochen werden können.

Kurslehrer Kreutner ist gespannt darauf, ob es der eine oder andere Artikel schafft, im Laufe dieses Schuljahres in der F.A.Z. veröffentlicht zu werden. Der Einfallsreichtum der Schülerinnen und Schüler bei der Themenfindung war auf jeden Fall viel versprechend.

Seminarkurs bloggt über Südamerika

Im diesem Schuljahr arbeiten sich die Schülerinnen und Schülern des Seminarkurses von Herrn Kalt und Herrn Sinn in verschiedenste Themen unter dem Oberbegriff „Südamerika“ ein. Dazu werden von den Schülerinnen und Schülern wöchentlich Blogartikel geschrieben, die unter http://blog.herr-kalt.de/ gelesen werden können.

Gerne dürfen die veröffentlichten Beiträge der Schülerinnen und Schüler kommentiert werden!

Energiewendetage – Seminarkurs arbeitet sich ein

Unter dem Motto „Einfach machen!“ finden am 16. und 17. September 2017 die 11. Energiewendetage Baden-Württemberg statt.

Bei den Energiewendetagen sind lokale Veranstalter im ganzen Land aufgerufen, mit Aktionen, Projekten, Messen und Tagen der offenen Tür die Energiewende erlebbar und begreifbar zu machen. Bürgerinnen und Bürger können sich zu den unterschiedlichsten Aspekten rund um die Themen erneuerbare Energien, Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Klimaschutz Informationen und Tipps holen.

Diese Aktion werden die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses zum Thema „Südamerika“ von Herrn Kalt und Herrn Sinn zum Anlass nehmen, sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei soll der Stand der Energiewende in Baden-Württemberg betrachtet werden und mit der Situation in Südamerika verglichen werden.

Gerald Sinn und Andreas Kalt

Ehemalige Schüler/innen des KGN berichten von ihren Studienerfahrungen

Am 13.07. besuchten drei ehemalige Schüler/innen des KGN den Geographiekurs von Herrn Kalt, um von ihren Studienerfahrungen zu berichten.

Elena Buchdunger, Janis Grozinger und Daniel Orth hatten alle den vierstündigen Geographiekurs bei Herrn Kalt besucht und anschließend verschiedene geowissenschaftliche Studiengänge absolviert. Die gesammelten Erfahrungen teilten sie in entspannter Runde im Innenhof mit den Schüler/innen des aktuellen Geographiekurses. Auch Miriam Naghiu war gekommen, die 2016 am KGN Abitur gemacht hatte, außerdem zwei interessierte Zehntklässlerinnen sowie Frau Naghiu und Herr Striebich. So ergab sich eine gemischte Runde, in der sich ein interessantes Gespräch über die verschiedenen Freuden und Herausforderungen eines Studiums ergab, zu dem auch Miriam und die Lehrer/innen ihre Erfahrungen beisteuerten. Die KS1-Schüler/innen erfuhren so manche Hintergründe und Einschätzungen aus erster Hand und konnten natürlich auch direkt Fragen stellen.

Herzlichen Dank an Elena, Janis und Daniel für ihre Zeit und die wertvollen Informationen!

Andreas Kalt

Physikkurs besucht Firma Vibracoustic in Neuenburg

Am Freitag den 14.7.2017 besichtigte ich mit dem Leistungskurs Physik der KS1, das Unternehmen Vibracoustic in Neuenburg.

Zu Anfang gingen wir gemeinsam mit einem Mitarbeiter, der sich uns als Arndt vorstellte, in das Bürogebäude der Vibracoustic. Arndt stellte uns anhand einer Präsentation das Unternehmen kurz vor. Er erzählte uns von Schwingungsarten und Schwingungsdämpfung. Letztendlich erzählte er uns noch von seinem Gebiet, der Torsionsschwingungsdämpfung, welche beispielsweise in der Antriebstechnik in der Automobilbranche Anwendung findet. Torsion ist das Verdrehen einer Stange, welche man im Auto beispielsweise an der Kurbelwelle vorfindet. Die Kolben geben immer wieder einen Impuls auf die Kurbelwelle, diese einzelnen Impulse kann man als Schwingung interpretieren, da sie die Kurbelwelle in regelmäßigen Abständen impulsartig beschleunigen. Dazu zeigte er uns Zeitlupenaufnahmen von besagten Kurbelwellen, mit und ohne Torsionsschwingungsdämpfer. Die Auswirkungen der Dämpfer waren eindeutig sichtbar.

 

Im Anschluss führten wir einige Versuche durch, Arndt gab uns flummiartige Bälle, die den Aufprall auf den Tisch verschieden stark dämpften. Einige sprangen wie Flummis vom Tisch ab, andere blieben direkt auf der Tischplatte liegen. Dieser Versuch zeigte, wie verschiedene Gummimischungen Kräfte verschieden stark absorbieren. Die Vibracoustic arbeitet ständig an der Entwicklung noch besserer Gummimischungen.

Schließlich zeigte Arndt uns noch aktive Schwingungsdämpfer. Diese arbeiten mithilfe von Massen, die entgegen der unerwünschten Schwingung schwingen, um diese auszugleichen. Solche Dämpfer findet man beispielsweise in Hochhäusern. In deren Spitze befindet sich meist ein Gewicht, das bei Stürmen entgegen der vom Wind erzeugten Schwingung des Hochhauses arbeitet, um es vor dem Kollabieren zu bewahren.

Nach der Präsentation führte uns Arndt durch die Fertigung. Bevor wir die Produktionshallen betreten durften, mussten wir uns weniger modische Stahlkappenschuhe anziehen. Wir sahen Teile, die wir bereits in der Präsentation gesehen haben, aus Maschinen kommen. Zudem bekamen wir einen Einblick in das durchaus gute Arbeitsklima der Vibracoustic.

Der Besuch bei der Vibracoustic hat sich gelohnt. Wir bekamen einen Einblick in das Unternehmen und sahen Dinge, die wir sonst nur vom Blatt kennen, in ihrer Anwendung.

(Patrick Haug)

BK Neigungskurs in der Fondation Beyeler

Der Neigungskurs Bildende Kunst der KS 1 war zu seiner 2. Exkursion in diesem Jahr in Basel Riehen, in der Fondation Beyeler. Das Schwerpunktthema “Fotografie” konnte anschaulich in der Ausstellung mit Fotografien von Wolfgang Tillmans bearbeitet werden. Zusätzlich war ein Teil der Sammlung des Gründers der Galerie, Ernst Beyeler, zu sehen. Für alle am meisten beeindruckend aber die Architektur des Hauses, gestaltet vom italienischen Architekten Renzo Piano. Eingebettet in den Park, funktional, ästhetisch ansprechend und entspannend am Ende eines Schuljahres.

Fotos zum Artikel (KGN Zugangsdaten erforderlich)

Susanne Krummrich

Wozu Lektüren lesen? Scheffelpreis-Rede von Julien Feurer anlässlich des Abiballs 2017

Unser ehemaliger Schülersprecher und diesjähriger Träger des Scheffelpreises hielt beim Abiball 2017 eine Rede zur Frage, warum man im Deutschunterricht die vorgegebenen Lektüren liest – und bisweilen mit ihnen kämpft. Bei vielen Anwesenden stieß die Rede auf große positive Resonanz, so dass wir sie gerne hier veröffentlichen.

* * *

Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,
Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
Liebe Eltern und Gäste!

Ich möchte mich zunächst bei Frau Naghiu bedanken, die mich für diesen Preis vorgeschlagen hat und der ich es damit auch zu verdanken habe, jetzt diese Rede halten „zu dürfen“. Im Internet kann man im Zusammenhang mit der Scheffelpreisrede einige – ja fast schon – Hilferufe von Schülern finden, die Rat suchen, was man denn da jetzt reden soll. Der Preis zeichne doch eigentlich die vor allem ja schriftlichen Leistungen im Fach Deutsch aus und auf einmal solle man als Dank nicht schreiben, sondern eine Rede halten. Darauf sind wir doch überhaupt nicht vorbereitet worden!

Stattdessen lesen wir Kurzgeschichten, Gedichte und Lektüren, schreiben unendlich viele und viel zu lange Interpretationen über Textstellen wie diese aus einer unserer Pflichtlektüren „Dantons Tod“:

„Nein, höre! Die Leute sagen im Grab sei Ruhe und Grab und Ruhe seien eins.
Wenn das ist, lieg’ ich in deinem Schoß schon unter der Erde.
Du süßes Grab, deine Lippen sind Totenglocken,
deine Stimme ist mein Grabgeläute,
deine Brust mein Grabhügel
und dein Herz mein Sarg.“

Manche von uns Abiturienten werden sich jetzt denken „Zum Glück ist das vorbei“, „Zum Glück nie wieder ein Satz aus Agnes, Homo Faber oder eben Dantons Tod“.
Und unsere Helfer aus der KS1, die dieses Buch soweit ich weiß noch nicht gelesen haben, werden sich an dieser Stelle vielleicht fragen: „Muss man das Buch im Abi nehmen oder lässt sich das vermeiden?“

„deine Stimme ist mein Grabgeläute,
deine Brust mein Grabhügel“

Ich erspare uns allen jetzt eine ausführliche Interpretation, aber Sie werden sich gut vorstellen können, dass Textstellen wie diese oft eine verzweifelte Frage in unsere Köpfe gebracht hat: Die Frage nach dem Warum.

  • Warum schreibt der Georg so etwas?
  • Warum ist ihre Brust auf einmal sein Grabhügel?
  • Und überhaupt: Warum muss ich dieses Buch lesen?

Hätten wir in Deutsch doch besser Reden-halten geübt, dann wäre jedem von uns heute Abend ein bisschen mehr geholfen gewesen…

Wozu also ein Fach, in dem mir der Lehrer sagt, es gäbe kein richtig und falsch – ich aber laut der erhaltenden Note doch einiges offensichtlich nicht richtig gemacht habe… Anders als in Naturwissenschaften wie Chemie oder Mathe, wo es sich ganz eindeutig sagen lässt, ob meine Antwort richtig ist oder eben nicht.

Warum also das Fach Deutsch?

Weil sich das Leben, auf das die Schule uns vorbereiten will, nicht allein mit Mathematik lösen lässt.

  • Wenn wir Streit mit Freunden haben, dann ist das keine rein biologische Problematik, sondern eine, die Perspektivwechsel und Empathie von uns verlangt.
  • Wenn ein Donald Trump meint, ausschließlich für sein Land sorgen zu müssen und Klimaabkommen kündigen zu können, dann ist das keine mathematische Problematik, sondern eine, die Urteilsvermögen und Weitsicht von uns verlangt.
  • Wenn mehr und mehr Menschen und Parteien glauben, Fremdenhass, Rassismus und der Bau von Mauern sei die richtige Antwort auf flüchtende Menschen, die ihr Zuhause durch Krieg und Verfolgung verloren haben, dann ist das keine physikalische Problematik, sondern eine, die genaue Analyse und Differenzierung von uns verlangt.

Perspektivwechsel, Empathie, Urteilsvermögen, Analyse und Differenzierung…

Diese Schlagwörter werden sicher jeden von uns irgendwie doch an den Deutsch-Unterricht erinnern. Sich in Charaktere einfühlen, deren komplexes Verhalten und verwirrende Aussagen ganz genau zu analysieren, zu interpretieren und schließlich zu bewerten – damit haben wir uns die letzten 8 Jahre doch tatsächlich sehr, sehr ausführlich beschäftigt. Ich erinnere nochmal an:

„deine Stimme ist mein Grabgeläute,
deine Brust mein Grabhügel“

  • Wir haben erkannt, dass scheinbare Kleinigkeiten erhebliche Bedeutungen und Auswirkungen auf das Große und Ganze haben können.
  • Wir haben gelernt, Abstraktes, Metaphorisches und Symbolisches zu verstehen und auf alltägliche Basis herunter zu brechen.
  • Und wir haben erkannt, dass scheinbar einfache Wege, die von Protagonisten gewählt werden, oft nicht zu Ende gedacht sind und zum Scheitern führen.
    Scheinbar einfache Wege und Lösungen wie das Kündigen von Klimaabkommen, das Bauen von Mauern oder das Vertreiben von Flüchtlingen. Wege, die kurzfristig vielleicht eine „Lösung“ darstellen, langfristig jedoch wenig verbessern.

Daher geht es im Fach Deutsch insgesamt vielleicht weniger um den Inhalt, weniger darum, sich in 10 Jahren noch an den Handlungsverlauf unserer drei Pflichtlektüren zu erinnern, sondern vielmehr darum, diese Methodik von nun an anwenden zu können.

Arbeitsaufträge wie…

„Interpretieren Sie die Textstelle im Kontext der vorangegangen Handlung und vergleichen Sie das Selbstbild von George Danton und Walter Faber“

… werden uns in Zukunft wohl nicht mehr begegnen. Das Selbstbild und Weltbild der Protagonisten wird von nun an egal sein, wichtig hingegen wird das von uns.

Während wir Abiturienten heute wohl alle das letzte Mal an einem Ort versammelt sind und das Kapitel „Schule“ in unserem Leben endgültig seinen Schluss gefunden hat, beginnt gleichzeitig ein neues Kapitel, für das sich bei jeden einzelnen die Frage stellt, welchen Weg er oder sie wählt und wo wir einen Platz in der Welt der vielen Möglichkeiten außerhalb der Schule finden wollen.

  • Lasst uns dabei stets versuchen, nicht die scheinbar einfachen und gemütlichen Wege zu suchen, sondern die, die für uns und andere am besten sind.
  • Lasst uns versuchen, nicht dem zu folgen, was andere für richtig halten, sondern dem, was unserem Selbst- und Weltbild entspricht.
  • Und lasst uns dann in einigen Jahren zurückblicken und hoffentlich die Erkenntnis gewinnen, dass dieses zugänglichere Zitat aus Peter Stamms Agnes zutrifft:

„Glück malt man mit Punkten, Unglück mit Strichen.
Du musst, wenn du unser Glück beschreiben willst, ganz viele kleine Punkte machen.
Und dass es Glück war, wird man erst aus Distanz sehen.“

Chemiekurs des KGN schnuppert Uniluft

Am bisher heißesten Tag des Jahres, dem 21. Juni 2017, ging es für den Chemiekurs mit ihrer Lehrerin Andrea Wolf nicht in die Schule, sondern an das analytische und anorganische Institut der Universität Freiburg. Dort erwartete Herr Dr. Deck den Kurs und informierte über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg.

Danach gab es eine Führung durch das Institut mit Besichtigung der Labore und den vielen Messgeräten, deren Anschaffungskosten sich zum Teil auf eine Million Euro belaufen. Nicht fehlen durfte natürlich das Schlange stehen in der Mensa. Gestärkt ging es nach dem Mittagessen in die Vorlesung bei Professor Dr. Kurz, der eine Einführung in die Laborarbeit gab. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler, ausgestattet mit Laborkitteln und Schutzbrillen, mit ins Analytik-Praktikum und den Zweitsemestern bei ihren Analysen behilflich sein. Dort gab es jede Menge Informationen aus erster Hand von den Studierenden. Dabei ging es nicht nur um die Analysen und die Wahl und Gestaltung des Studiums, sondern auch um Fragen, wie sich die Zimmersuche gestaltet und wo es die besten Uni-Feten gibt.

Trotz der tropischen Hitze, die durch die Laborbrenner noch verstärkt wurde, war es ein interessanter Tag für den Chemiekurs mit vielen Informationen rund um die Chemie.

Mathe mit dem Känguru: Preisträger erhalten ihre Gewinne

Der Känguru-Mathematikwettbewerb wurde dieses Jahr zum 23. Mal weltweit ausgetragen.
Allein in Deutschland haben über 850.000 Schülerinnen und Schüler an über 10 000 Schulen teilgenommen. Am Kreisgymnasium Neuenburg waren dies 140 Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Klassen.

Mit Sach-Preisen ausgezeichnet werden diejenigen Schülerinnen und Schüler, die bei der Lösung der 24 oder 30 Aufgaben eine festgelegte Punktzahl erreichen. Dieses Jahr konnten Hanna Hess (Kl. 7b), Emil Hartmann (Kl.6b) und Benedikt Braun (Kl.5b) jeweils zweite Preise vom Mathematiklehrer Gerald Sinn in Empfang nehmen, der dieses Jahr diesen Wettbewerb am KGN betreut hat. Dritte Preise gab es für Katja Hirsch (Kl.6b) und Anna Köhler (Kl.7b). Offensichtlich sitzen am KGN die besten Knobler und Kniffelköpfe in den b-Klassen.

Die Person, die die größte Anzahl an richtigen Lösungen in aufeinanderfolgenden Aufgaben geschafft hat, darf sich als das schulinterne Mathe-Känguru bezeichnen und erhält für diese Leistung des weitesten „Känguru-Sprungs“ ein T-Shirt. An unserer Schule hüpft nun also Emil Hartmann als Mathekänguru durch die Flure. Das entsprechende am KGN dafür vorhandene Kostüm hat dieses Jahr wohl aufgrund der sommerlichen Temperaturen den Sprung aus der Aufbewahrungsbox leider nicht geschafft.

Dieser Wettbewerb, der vom Institut der Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin für ganz Deutschland koordiniert wird, beinhaltet sehr vielfältige Aufgabenstellungen, die sich nicht nur mit klassischen Rechenmethoden lösen lassen. Es geht vordergründig um logisches Denken generell, wozu auch geschicktes Kombinieren und Strukturieren sowie geometrisches Vorstellungsvermögen plus strategisches Vorgehen und die Fähigkeit zu Abstrahieren gehört. Exemplarisch hierfür eine der Aufgaben für Klasse 7/8.

Hätten Sie es gewusst? Die richtige Lösung ist der sechste Buchstabe in „Deutschland“.

Mathekänguru 2017