Schulgarten AG

Der Schulgarten des KGN

Das KGN besitzt ein großes Schulgartengelände, auf dem neben dem grünen Klassenzimmer und dem Kletterfelsen auch ein Schulteich und zwei Hochbeete vorhanden sind.

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Um den Schulgarten wieder verstärkt ins Bewusstsein von Schülern und auch Lehrern zu rücken und die Attraktivität und Nutzung des Geländes zu erhöhen, wurden verschiedene Aktivitäten gestartet.
Der Schulteich

Im Laufe der beiden letzten Jahre wurde der Teich mit einem Staketenzaun umgeben, so dass die ufernahe Vegetation geschützt ist und erhalten bleibt. Dadurch soll den in und am Teich lebenden Tieren verbesserte Unterschlupfmöglichkeiten geboten werden. Im Teich ist seit Jahren eine ansehnliche Population von Teichfröschen angesiedelt, die sich auch öfters lautstark bemerkbar macht. Die Fische, die im Teich vorhanden waren, wurden im Frühsommer 2016 mit Hilfe des Angelverein Neuenburg aus dem Teich entfernt. Dadurch sollen sich vermehrt wirbellose Tiere und weitere Amphibien ansiedeln können und die Vielfalt der Tierarten soll sich damit erhöhen. Damit der Teich nicht verlandet, ist eine regelmäßige Pflege notwendig, die Herr Held mit seinen Klassen durchführt. Die genannten Maßnahmen sollen dazu führen, dass vermehrt Lebewesen im Teich beobachtet werden können und der Teich verstärkt als Quelle für Proben verschiedenster Art dienen kann.

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Teichpflege

Neuanpflanzungen

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden auf dem Schulgartengelände eine Linde, eine Korkenzieherweide und verschiedene Sträucher gepflanzt. Die Sträucher, die nicht-essbare oder giftige Früchte entwickeln sind im oberen Bereich des Schulgartens, in der Nähe der Bienenstöcke gepflanzt. Sträucher mit essbaren Früchten wie Johannisbeeren, Himbeeren oder Josta-Beeren sind im unteren Bereich, neben den Hochbeeten zu finden.

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Einpflanzen der Sträucher

Sitzgelegenheiten/Unterricht im Freien

Damit der Schulgarten im Sommer bei schönem Wetter auch als Unterrichtsraum genutzt werden kann, wurden im Rahmen eines Projekts, während der Projekttage im Juli 2016, mehrere Tisch-Bank-Kombinationen gebaut, die während des Sommerhalbjahres im Schulgarten, auf dem ehemaligen Boule-Platz aufgestellt werden.

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Die selbstgebauten Tisch-Bank-Kombinationen – hier bei der „Einweihung“ im Rahmen des Schulfestes.

Die Schulimkerei am KGN

Mit der Ankunft von drei Bienenvölkern am Abend des 11. Mai 2016 war der Grundstein der Schulimkerei am KGN gelegt. Der Kauf der Beuten und der Bienenvölker und das Einsetzen der Bienen erfolgten dankenswerterweise durch die Familie Pfefferle (Münstertal), was durch unsere Kollegin Frau Jaroschik-Pfefferle (Referendarin am KGN) vermittelt wurde. Diese Unterstützung war für uns ausgesprochen hilfreich und ließ den Start der Schulimkerei sicher gelingen. Die Bienenstöcke sind in der Wiese des Schulgartens in der Nähe des Schulteichs aufgestellt. Sowohl die Wiese des Schulgeländes selbst, als auch die Bäume in der näheren Umgebung sorgen für genügend „Tracht“, so dass die Bienenvölker gut gedeihen und auch Honig produzieren können.

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Bienenstöcke im Schulgarten

Gute Gründe für eine Schulimkerei

  • Bienen spielen in der Natur eine herausragende Rolle für die Bestäubung von Obstbäumen und vielen anderen Pflanzen. Sie sind durch die heutige Form der Landwirtschaft, durch Monokulturen und den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden bedroht und der Bestand der Bienen sinkt weltweit. Durch eine Schulimkerei und eine Bienen-AG kann diese Thematik, eingebettet in größere ökologische Zusammenhänge, vertieft erfahren und verstanden werden.
  • In der Schulimkerei können die Schüler und Schülerinnen die Bienen hautnah erleben und sich dadurch, neben theoretischem Wissen über Bienen, auch manuelle Fähigkeiten und Erfahrungen im Umgang mit ihnen erwerben.
  • Nicht zuletzt liefern Bienen hervorragende Produkte wie Honig und Wachs, die das Erfolgserlebnis für die (Schul-)Imkerei darstellen.

Arbeiten am Bienenstock

In den ersten Wochen war zu kontrollieren, ob die Völker gut gedeihen, d.h. sich die Anzahl der Bienen im Stock erhöht und ob sie Honig einlagern. Gleichzeitig musste verhindert werden, dass die Bienen schwärmen, d.h., dass die Königin mit einem Teil des Volkes den Stock verlässt und sie sich eine neue Behausung suchen. Für diese Tätigkeiten müssen der Bienenstock geöffnet und die Waben überprüft werden, wofür viel Rauch, der Stockmeißel, der Besen und ein geschultes Auge notwendig sind.

Neben Frau Jaroschik-Pfefferle und ihrer Familie stellte auch der Vorstand des Imkervereins Müllheim, Herr Nutsch, uns hierfür seine Fachkenntnis zur Verfügung, so dass die Kontrolle der Bienenvölker sachkundig durchgeführt wurde.

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Schwarmkontrolle an den Bienenstöcken

Unsere erste Honigernte

Am 24. Juni war es dann soweit, der erste Honig konnte geerntet werden. Hierfür stellte Herr Nutsch die gesamte Ausrüstung samt handbetriebener Schau-Schleuder zur Verfügung und leitete die Schüler an, so dass das erste Honigschleudern erfolgreich durchgeführt werden konnte. Dabei flossen ca. 21 kg Honig in unsere Honigeimer.

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Das Entdeckeln der Honigwaben erfordert eine ruhige Hand.

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Bei der durchsichtigen, handbetriebenen Schleuder kann man zusehen, wie der Honig aus den Waben an die Wand geschleudert wird und sich am Boden ansammelt.

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Da fließt er – unser erster Honig. Erste Qualitätstests vor Ort attestierten unserem Honig einen vorzüglichen Geschmack.

Am Dienstag, den 19. Juli, konnte noch einmal Honig geerntet werden, da zwei der drei Bienenvölker noch eine Reihe von Waben gefüllt hatten. Die Ausrüstung dafür stellt uns erneut Herr Nutsch aus Müllheim zur Verfügung, wofür wir ihm, auch an dieser Stelle, herzlich danken. Im Rahmen des Bienenprojektes, unter der Leitung von Alexander Nutto, Benjamin Schütz (beide aus der Klasse 9b) und von Frau Jaroschik-Pfefferle wurde die zweite Schleuderung durchgeführt. Dabei konnten ca. 18 kg Honig geerntet werden. Gemeinsam mit der ersten Schleuderung ergaben es insgesamt etwa 38 kg Honig in unserer ersten Saison. Der Honig wurde in Gläserabgefüllt, mit einem Etikett versehen, dessen Motive von Lara und Kim aus der Klasse 6a entworfen wurden und ein beträchtlicher Teil des Honigs wurde am Schulfest, am Ende der Projektwoche, verkauft. Der Erlös aus dem Honigverkauf wird im nächsten Schuljahr für verschiedene Anschaffungen für das Bienenprojekt an unserer Schule verwendet werden.

Weitere Vorhaben

Für die Gestaltung und Belebung unseres Schulgartens haben wir noch einige Ideen, die wir hoffentlich in den nächsten Jahren, zusammen mit unseren Schülern/Schülerinnen in die Tat umsetzen können. Da wären zum Beispiel der Bau einer Kräuterspirale, die Anlage eines Steinriegels, um die Ansiedlung weiterer Amphibienarten zu fördern und diesen eine Lebensgrundlage zu bieten, das Anlegen von Hecken oder der Bau einer Trockenmauer.

Herr Held und Herr Weth (Schulgarten-Projektleiter)

Gartenaktivitäten